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Wirtschaft

09. Dezember 2016 | 01:07 Uhr

„Intersolar India“ : Messe „Husum Wind“ geht nach Indien

vom

In Indien will die „Husum Wind“ kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland beim Kontakteknüpfen helfen.

Husum | „Husum Wind“ in Indien: Die Messe aus Nordfriesland wird mit Indiens größter Solarmesse „Intersolar India“ kooperieren. Auf der Fachmesse und Konferenz für Solarwirtschaft soll ein „Wind-Pavillon“ präsentiert werden - ein 600 Quadratmeter großer Gemeinschaftsstand mit Unternehmen und Institutionen der Windenergiebranche.

Damit biete die „Husum Wind“ die Möglichkeit, sich vor Ort über den indischen Windenergiemarkt zu informieren, neue Kontakte zu knüpfen beziehungsweise bereits bestehende Verbindungen zu festigen, sagte Messe-Chef Peter Becker. Die indischen Veranstalter erwarten vom 19. bis 21. Oktober 2016 rund 230 Aussteller und mehr als 11.000 Besucher im Bombay Exhibition Centre.

Nach Angaben vom Bundesverband Windenergie gab es in der Windbranche zuletzt knapp 150.000 Arbeitsplätze. Die Weltmärkte seien in einem dynamischen Wachstum. „Wenn deutsche Hersteller, auf dem Fundament eines lebendigen und starken Heimatmarktes, weiter die technologische Entwicklung in der Welt bestimmen, gibt es hier zusätzliche Beschäftigungschancen“, sagt Verbandssprecher Wolfram Axthelm. Denn Deutschland will seine jährlichen Installationszahlen deutlich drosseln, während andere Länder ihre Ausbaubemühungen weiter verstärken. Zu den Führenden bei der Installation von Windkraftanlagen gehört neben China, den USA und Deutschland auch Indien.

Doch Indien will langfristig mehr: Die Regierung habe sich mit einer jährlichen Erweiterung um rund fünf Gigawatt bis 2020 ambitionierte Ziele für den Ausbau gesteckt, sagt der Husumer Messe-Chef Becker. Um die Vorgaben zu erfüllen, müssten jährlich rund 16,5 Milliarden US-Dollar investiert werden. Viele Unternehmen in Indien suchten Produkte, Lösungen und Services für Windkraftanlagen. „Perfekte Bedingungen also für Investitionen der Unternehmen, die den indischen Markt erschließen möchten und die neu geschlossene Kooperation zwischen der Intersolar India und der Husum Wind.“

So bietet „Husum Wind India“ neben dem Gemeinschafts-Pavillon auch einen Besuch des National Institute of Wind Energy sowie Treffen mit indischen Investoren, Unternehmen, Entwicklern und Politikern.

Bleibt die Frage: Warum gehen die norddeutsche Windkraft-Experten auf eine Solar-Messe? Weil die „Intersolar India“ mit Themen wie Windenergie und Speichertechnik eher eine „New Energy“-Messe ist, erklärt Becker.

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erstellt am 18.Jun.2016 | 10:05 Uhr

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