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Windkraftanlagen-Hersteller : Jahreszahlen 2016: Senvion schreibt weiter rote Zahlen

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Das Unternehmen wird in diesem Jahr 780 Stellen abbauen - 150 davon in Schleswig-Holstein.

Hamburg/Husum | Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion, der im Norden kräftig Arbeitsplätze einsparen will, ist im vergangenen Jahr in den roten Zahlen geblieben. Allerdings hat das Unternehmen seinen Jahresverlust zurückgefahren - von 106 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 65 Millionen Euro. Das geht aus dem am Donnerstag in Hamburg vorgelegten Geschäftsbericht hervor. Der Umsatz stieg demnach um 3,4 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro.

„2016 konnten wir eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung von Senvion schaffen“, teilte Vorstandschef Jürgen Geißinger mit. Die Expansion in neue Märkte gewinne an Dynamik. Darunter waren 2016 erstmals Skandinavien, Chile und Serbien. „Gleichzeitig werden wir daran arbeiten, unsere Effizienz in der Organisation zu verbessern“, ergänzte Geißinger. Der Stellenabbau sei Teil einer „Gesamtstrategie zur Sicherstellung einer erfolgreichen Zukunft“. Die IG Metall Küste und die Senvion-Betriebsräte wollten am Donnerstag bekanntgeben, wie sie dagegen vorgehen wollen.

Zu Wochenbeginn hatte die Gruppe angekündigt, in diesem Jahr 780 Stellen abzubauen, davon 730 in Deutschland. Nach den Planungen sollen Senvion-Werke in Husum (Schleswig-Holstein) und Trampe (Brandenburg) sowie der Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven geschlossen werden. In Husum seien nach Firmenangaben 100 Mitarbeiter direkt betroffen. Außerdem werden von sechs Servicestandorten in Schleswig-Holstein fünf geschlossen. Den rund 120 Beschäftigten von den Standorten in Enge-Sande, Helgoland, Ostrohe, Husum und Lübeck soll angeboten werden, nach Schleswig zu wechseln. Dort soll der Service zentralisiert werden. Der mit der Produktentwicklung beschäftigte Standort Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist den Angaben zufolge kaum vom Stellenabbau betroffen, seinen Verwaltungssitz hat das Unternehmen in Hamburg.

Bei dem börsennotierten Unternehmen haben Finanzinvestoren das Sagen.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 10:56 Uhr

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