zur Navigation springen

Wirtschaft

04. Dezember 2016 | 15:23 Uhr

Vogelgrippe in SH : H5N8 bei Wildvogel im Kreis Steinburg nachgewiesen

vom

In Kollmar wurde eine Möwe positiv getestet. Ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet wurden eingerichtet.

Kiel/Kollmar | Die Geflügelpest in Schleswig-Holstein weitet sich aus. So wurde vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dem nationalen Referenzlabor für aviäre Influenza, der hochpathogene Erreger H5N8 bei einer verendeten Möwe in Kollmar im Kreis Steinburg nachgewiesen. Der Kreis richtet gemeinsam mit dem Kreis Pinneberg einen Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet von weiteren mindestens sieben Kilometern um den Fundort ein. Das Beobachtungsgebiet wird über die Landesgrenze hinaus bis nach Niedersachsen reichen.

Bislang wurde das aggressive Virus H5N8 bei Vögeln in 13 Bundesländern nachgewiesen. In den Küstenländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verendete auch Hausgeflügel an der Vogelgrippe. Mehrere Länder verbieten inzwischen die Einfuhr von deutschen Hühnern, Enten, Gänsen und Puten. Die Geflügelwirtschaft ist beunruhigt. Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts sprechen von einer „beträchtlichen Kontamination“.

Damit wurden Restriktionsgebiete um Wildvogelfunde mit Geflügelpestnachweisen inzwischen in nahezu allen Kreisen und kreisfreien Städten des Landes, ausgenommen Nordfriesland und die Stadt Neumünster, eingerichtet. Der Kreis Plön hat das gesamte Kreisgebiet zum Beobachtungsgebiet mit eingebetteten Sperrbezirken erklärt.

Landesweit werden nach wie vor tote Wildvögel gefunden und beprobt. Dabei ist in zahlreichen Fällen durch das FLI der hochpathogene Influenza A-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. Zu den in Schleswig-Holstein betroffenen Vogelarten zählen  Reiher-, Stock-, Eiderente, Säger, Graugans, Schwan, Graureiher aber auch Aasfresser wie Möwe, Bussard und inzwischen auch Seeadler.

 

zur Startseite

von
erstellt am 25.Nov.2016 | 15:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen