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Reformvorschläge : Gutachten zur Geburtshilfe in Nordfriesland wird präsentiert

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Die Geburtshilfe ist reformbedürftig, zeigt ein Gutachten auf, das der Landrat präsentiert. Darin geht es auch um etwaige Konsequenzen.

Husum | Schwangere auf den nordfriesischen Inseln und Halligen müssen oft weite Wege auf sich nehmen, um eine Geburtsklinik zu erreichen. Landrat Dieter Harrsen und Staatssekretärin Anette Langner (SPD) wollen am Dienstag einen Maßnahmenkatalog präsentieren, der die Situation der Geburtshilfe in der Region reformieren soll. Entsprechende Vorschläge für eine bessere Vernetzung und Integration von Hebammen, Frühen Hilfen, Familienberatung, Gynäkologen und Kliniken wurden von der Firma OptiMedis AG im Auftrag des Kieler Sozialministeriums zusammengetragen.

Hintergrund ist, dass unter anderem mit dem demografischen Wandel auch die Zahl der Schwangeren zurückgeht. Dazu kommt die zunehmende Zahl der Risikogeburten durch höheres Alter der gebärdenden Mütter, sowie der Fachkräftemangel, der medizinische Fortschritt und steigende Anforderungen an die Sicherheitsaspekte bei einer Geburt. Damit wird es immer schwieriger, Krankenhäuser wirtschaftlich zu betreiben.

Um Notfällen vorzubeugen, kann eine Klinik beispielsweise für Risikoschwangere oder für Schwangere mit weiten Anreisen das sogenannte Boarding anbieten - das ist die Unterbringung in Kliniknähe für bis zu zwei Wochen vor dem Geburtstermin. Eine andere Möglichkeit für wohnortnahe Geburtshilfe wären mobile Geburtsstationen, wie sie bereits in anderen europäischen Ländern entwickelt wurden.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 08:02 Uhr

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