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Wirtschaft

08. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Bauern in SH : Endspurt bei der Maisernte: Vier Fakten, die Verbraucher kennen sollten

vom

Wochenlang prägte er das Landschaftsbild, jetzt sind die Felder plötzlich kahl. Wie läuft eigentlich die Maisernte?

Rendsburg | Die Maisbauern in Schleswig-Holstein haben zum Endspurt bei der Ernte angesetzt. Wenn das Wetter mitspielt, könnte bis zum Ende der Woche ein Großteil der Maisernte abgeschlossen sein, sagte die Sprecherin der Landwirtschaftskammer, Isa-Maria Kuhn.

Im Norden gehört der Mais neben Weizen und Raps zu den wichtigsten Feldfrüchten. Er wächst in Schleswig-Holstein auf mehr als 160.000 Hektar.

Die Fakten im Überblick:

Wie lief die Mais-Saison?

Experten erwarten eine Ausbeute mit regional stark unterschiedlichen Erträgen. Es gebe gute, aber auch unterdurchschnittliche Ertragserwartungen, sagte Kuhn. Grund sei das zum Teil kühle und nasse Wetter, das den Pflanzen zugesetzt habe. Die Probleme konnten demnach durch die warmen Tage nur zum Teil aufgeholt werden. 

Wie wird der Mais jetzt verarbeitet?

Er wird überwiegend gehäckselt. Die Bauern verfüttern ihn zur Hälfte an ihre Rinder - als sogenannten Silage-Mais können sie ihn monatelang als Futter-Vorrat aufbewahren. Die andere Hälfte der Ernte wird zur Energiegewinnung genutzt.

Wie wirkt Mais in Biogasanlagen?

Als „Futter“ für Biogasanlagen liefert er einen Hektarertrag von 18.000 Kilowattstunden Strom und 20.000 Kilowattstunden Wärme.

Gab es schon immer Mais in SH?

Mais ist eine Wärme liebende Kulturpflanze, deren Wildform zwischen Peru und Mexiko bereits vor 7000 Jahren angebaut worden war. Nach Europa kam der Mais im 15. Jahrhundert. Seit den 1970er Jahren wird er in Mitteleuropa großflächig angebaut. Die Pflanze wurde zunächst überwiegend als Silomais an Rinder beziehungsweise als Körnermais oder Maiskolbenschrot an Schweine und Geflügel verfüttert.

 
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erstellt am 27.Sep.2016 | 07:15 Uhr

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