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Nach Fund von Oxidschichten an Brennstäben : AKW Brokdorf: Preussen-Elektra will Reaktor bald wieder hochfahren

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Die Jahresrevision ist längst abgeschlossen. Doch noch immer untersuchen Experten die auffälligen Brennstäbe.

Brokdorf | Nach dem Willen von Betreiber PreussenElektra soll das Atomkraftwerk Brokdorf möglichst schnell wieder ans Netz gehen. Der Meiler sei „in vollständig bestimmungsgemäßem Zustand“ und in etwa zwei Wochen nach Abschluss ausstehender Arbeiten wieder bereit zum Wiederanfahren, sagte Geschäftsführer Erwin Fischer am Dienstag. Im Februar war bekanntgeworden, dass sich in Brokdorf an Brennstäben außergewöhnlich dicke Oxidschichten gebildet hatten.

Das Atomkraftwerk Brokdorf im Kreis Steinburg soll nach dem Willen der Grünen im Bundestag und des Umweltministers Robert Habeck zwei Jahre früher stillgelegt werden als bisher geplant. Der Grund ist jedoch nicht nur eine atomkritische Haltung: Die Partei findet es vielmehr absurd, dass der Ausbau der Windkraft in Norddeutschland wegen fehlender Leitungen für den Stromtransport nach Süden besonders stark gebremst, andererseits die Produktion von Atomstrom aufrechterhalten wird.

Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem ernstzunehmenden Befund. Der Reaktor im Kreis Steinburg war zuvor planmäßig für den Wechsel von Brennelementen und für die Jahresrevision vom Netz genommen worden. Laut Betreiber gehen Experten weiter der Frage nach, warum an einzelnen Brennstäben eine über das übliche Maß hinausgehende Oxidschicht festgestellt wurde. „Mittlerweile hat sich gezeigt, dass nur eine einzige Charge von Brennelementen im Kernkraftwerk Brokdorf betroffen ist“, teilte der Betreiber mit. Für den anstehenden Betrieb würde keines der betroffenen Brennelemente eingesetzt.

Zum Anlass des Jahrestags der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima vom 11. März 2011 am vergangenen Freitag, demonstrierten rund 30 Aktivisten vor dem Kraftwerk. Die Demonstration blieb friedlich.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 13:53 Uhr

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