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Wirtschaft

08. Dezember 2016 | 10:56 Uhr

Projekt „Zukunft Bahn“ : Abfahrt, Apps und Anzeigen: Bahn will sich im Norden verbessern

vom

Die Deutsche Bahn arbeitet ihr Projekt „Zukunft Bahn“ ab - auch in Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Reisenden bekommen mehr Angebote und pünktlichere Züge, verspricht das Unternehmen.

Hamburg | Mehr Infos, mehr Apps, mehr Pünktlichkeit: Das will die Deutsche Bahn mit ihrem Programm „Zukunft Bahn“ erreichen, das auch für Reisende in Hamburg und Schleswig-Holstein nachhaltige Verbesserungen verspricht. „Wir haben viele kleinteilige Maßnahmen eingeleitet, aber in der Summe erzeugen sie Wirkung“, sagte die DB-Konzernbevollmächtigte für Hamburg und Schleswig-Holstein, Manuela Herbort, am Donnerstag in Hamburg. Die Maßnahmen reichen von Weichensensoren über umfassendere Anzeigen bis hin zu digitalen Apps.

Pünktlichkeit

„60 Prozent der verspäteten Abfahrten haben ihren Ursprung in den zehn verkehrsstärksten Bahnhöfen“, berichtete Herbort. Hamburg gehört dazu. Mit Hilfe von Knotenkoordinatoren, die eine planmäßige Abfahrt organisieren sollen, haben sich die Abfahrtszeiten der Fernverkehrszüge nach Angaben der Bahn in der Hansestadt um 11 Prozent (Bundesschnitt: 5 Prozent) verbessert. 82 Prozent dieser täglich 800 Züge führen derzeit pünktlich ab, Ziel sei 90 Prozent bis 2018, ergänzte die DB-Managerin. 2000 Zugabfahrten gibt es insgesamt täglich vom Hauptbahnhof.

Damit mehr Pünktlichkeit erreicht wird, sollen auch Zugtüren künftig früher geschlossen werden: 30 Sekunden statt zehn Sekunden vor Abfahrt. „Die wenigsten kommen auf die letzte Sekunde. Aber auch die noch herbeieilenden Reisenden nehmen wir mit“, sagte Herbort. Die Bahn passe sich mit diesem Vorhaben an internationale Standards an.

Anzeigen

Bis Jahresende werden auf den Bahnsteigen die Anzeigen umgestellt: Sie zeigen nicht mehr nur den abfahrenden Zug, sondern die nächsten drei Abfahrten an. In Hamburg werden 66 Multizuganzeigen eingerichtet, in Schleswig-Holstein sind es 81.

Apps

In Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg hat die Bahn den „DB Streckenagent“ aufgelegt. Die App bietet Informationen über regionale Strecken und schickt Push-Meldungen über Verspätungen, Störungen, Zugausfälle oder Baustellen auf den ausgewählten Strecken. Sie umfassen auch Verbindungen aus dem Norden von und nach Hamburg. Nächstes Jahr soll es die App für Hamburg geben.

Auch die App „DB Navigator“ werde kontinuierlich erweitert, sagte die Managerin. Über die Anwendung können mittlerweile Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs als Handy-Ticket gebucht werden. Die weitere neue App „Bahnhof live“ informiert unter anderem darüber, ob Aufzüge in den Stationen verfügbar sind und was diese an Gastronomie und Einzelhandel bieten.

Baustellen

Die Deutsche Bahn saniert in Hamburg für 48 Millionen Euro zehn S-Bahn-Tunnelstationen. Unter anderem werden Wände, Bahnsteige und Zwischenebenen neu gestaltet. Angefangen wurde im August am Jungfernstieg, jetzt ist die Station in Altona dran. Dieses Programm soll 2020 abgeschlossen werden.

Betreuung

Auf den Strecken Kiel-Dortmund und Hamburg-Stralsund werden ganzjährig am Wochenende Betreuer für Kinder eingesetzt, die mit diesen basteln und spielen.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 16:37 Uhr

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