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Schleswig-Holstein

05. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

Tourismus in SH : Vorsicht, es wird eng! Urlauber strömen an Nord-und Ostsee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Buchungs-Rekord zu Pfingsten: Schleswig-Holsteins Tourismusorte melden eine extrem hohe Auslastung. Und im Sommer geht es so weiter.

Kiel | Schleswig-Holstein wird als Urlaubsland immer beliebter: Die Ferienorte an Nord- und Ostsee richten sich auf einen Buchungs-Rekord zu Pfingsten ein. Bereits in dieser Woche waren etwa in Büsum die Unterkünfte zu 96 Prozent belegt. „Das hatten wir noch nie“, jubelt Tourismusdirektor Olaf Raffel.

„Vielerorts wird das ohnehin gute Pfingsten des Vorjahres wohl übertroffen werden“, prognostiziert der Sprecher der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (Tash), Marc Euler. Auch wenn Büsum einsame Spitze ist – eine hohe Auslastung zwischen 80 und 90 Prozent lässt die Herzen der Touristik-Manager in vielen anderen Orten höher schlagen. „Wir sind besser gebucht als zu Pfingsten letztes Jahr“, heißt es etwa in Scharbeutz. „Rund um Kappeln sind die Quartiere knapp, weiter landeinwärts hingegen ist noch etwas zu bekommen“, sagt der Geschäftsführer der Ostseefjord-Schlei-GmbH, Max Triphaus. Die Tourismuszentrale (TZ) von St. Peter-Ording verzeichnet für das Wochenende gar 35 Prozent mehr Buchungen als letztes Jahr. Das liege auch an einem neuen Online-Reservierungssystem, einer professionelleren Darstellung der Vermieter im Internet und der Tatsache, dass sich mehr Anbieter von der TZ vermarkten lassen.

„Wir registrieren momentan vermehrt spontane Anfragen, sicher auch ausgelöst durch die gute Wetterlage“, erklärt Sylts Marketing-Chef Moritz Luft. Und Sven Westphal von der Tourismuszentrale Timmendorfer Strand meint: „Das Vorjahres-Niveau werden wir mindestens halten.“

Die Urlaubsexperten sind sich einig, dass die Hochstimmung im Norden auch in der Hauptsaison anhält. „Die Vorbuchungen sind noch besser als in den letzten Jahren“, sagt der Sylter Westphal. „Sehr früh sind für den Sommer besonders die hochwertigen und großen Quartiere weggegangen.“ Vor allem Familien zeigen reges Interesse an einem Urlaub in Schleswig-Holstein – und meiden zunehmend Teile des Mittelmeerraums. „Für den Sommer sind wir schon jetzt extrem gut gebucht“, heißt es aus St. Peter-Ording. Büsum ist für den Juli und August schon jetzt bei 86 Prozent Auslastung. Für das Gesamtjahr prognostiziert man dort drei bis fünf Prozent mehr Übernachtungen.

Vor allem die teilweise prekäre Sicherheitslage im Mittelmeerraum spielt den Urlaubsdomizilen im Inland in die Hände. „Wenn jetzt jemand das Inland wegen der außenpolitischen Lage neu für sich entdeckt – dann ist es für uns eine gute Chance, ihn für die Zukunft hier zu halten“, meint Schlei-Vermarkter Triphaus. Aber es gibt auch andere Gründe für den Boom. So spreche sich der Modernisierungsschub der letzten Jahre rum, betont Tash-Sprecher Euler. Er beobachtet zudem einen Imagewandel Deutschlands bei den deutschen Urlaubern.
 

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erstellt am 11.Mai.2016 | 19:29 Uhr

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