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Schleswig-Holstein

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Nach Umfrage-Desaster : Vor CDU-Sitzung: Ingbert Liebing wird nur abgelöst, wenn er es will

vom

Nur neun Prozent in SH wollen Liebing als Ministerpräsidenten. Am Freitag berät die CDU, wie es weitergehen soll.

Kiel | Die Führungsriege der Union ist alarmiert. Eine für heute Nachmittag anberaumte Routinesitzung des geschäftsführenden Landesvorstands dürfte sich ausschließlich um die schlechten Umfragedaten für Liebing drehen. Nach desaströsen Umfragewerten wachsen in der CDU Zweifel an den Erfolgsaussichten bei der Wahl am 7. Mai. Nicht einmal jeder zweite Schleswig-Holsteiner kennt den Bundestagsabgeordneten, der seit gut zwei Jahren Parteichef ist. Noch dramatischer: Nur neun Prozent wünschen ihn sich nach einer in dieser Woche bekannt gewordenen Umfrage derzeit als Ministerpräsidenten. Die CDU als Partei käme danach auf bescheidene 26 Prozent.

Die schleswig-holsteinische CDU kommt gut sechs Monate vor der Landtagswahl nicht zur Ruhe. Es geht um Parteichef und Spitzenkandidat Ingbert Liebing. Es gibt Zweifel, ob er der die Union erfolgreich zum erhofften Regierungswechsel führen kann.

Klar ist: Einen Personalwechsel wird es nur geben, wenn Liebing von sich aus dafür den Weg freimacht. Dafür gab es im Vorfeld der Sitzung keinerlei Anzeichen. Liebing selbst war wegen eines auswärtigen Termins in Hamburg zunächst nicht erreichbar. 

Würde Liebing verzichten, käme als Alternative für die Spitzenkandidatur CDU-Fraktionschef Daniel Günther in Betracht. Als möglicher Nachfolger im Parteivorsitz gilt in diesem Fall der Chef des mitgliederstärksten Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde, Johann Wadephul. Der Bundestagsabgeordnete war bereits zwischen 2000 und 2002 Landesvorsitzender gewesen.

An der Sitzung wird auch CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler teilnehmen. Die Schleswig-Holstein-Wahl gilt als Stimmungstest für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sowie die im Herbst stattfindende Bundestagswahl.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 12:11 Uhr

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