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Schleswig-Holstein

08. Dezember 2016 | 21:20 Uhr

Ausflugsziele zu Ostern 2016 : Von Delfinen und „illegalen“ Osterfeuern: Das sind die Oster-Tipps von unseren Redakteuren

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Unsere Redaktion hat in diesem Jahr eine ganz subjektive Auswahl an Veranstaltungstipp getroffen. Ob lange Spaziergänge, eine Schifffahrt oder ein Flohmarktbesuch: Am Oster-Wochenende ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Ostertour auf den Grachten

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Foto: dpa

Friedrichstadt - Die noch immer nicht ganz genauen Wetterprognosen für das Osterwochenende sehen zumindest ein Anziehen der Temperaturen und kaum Niederschlag vor. Das kommt den beiden Friedrichstädter Reedereien Prinz und Schröder sehr entgegen, denn sie bieten schon ab Karfreitag die ersten Grachtenfahrten durch das Holländerstädtchen an. Zwei Wochen früher als üblich wurden die Schiffchen zu Wasser gelassen. Die Reederei Prinz bietet ab 11 Uhr stündliche Abfahrten an, bei Schröder werden es mindestens zwei, täglich ab 12 und 14 Uhr sein. 

Es ist schon etwas Besonderes, mit einem Schiff mitten durch die Stadt zu fahren, denn direkt am Marktplatz der Altstadt geht es entlang. Und nach der einstündigen Bootsfahrt lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch im Stadtmuseum „Alte Münze“, das von Karfreitag bis Ostermontag täglich von 12 bis 16 Uhr geöffnet hat. Lohnenswert ist auch eine Stippvisite in einer der vielen Galerien.

Friedrichstädter Grachtenschiffahrt, Am Deich,  Friedrichstadt,  04881/937597

Günther Schröder, Fährterminal,  Treeneufer, Friedrichstadt,  04881/7365

Museum „Alte Münze“,  Am Mittelburgwall 21/23,  Friedrichstadt,  04881/1511

Autor: Ullrich Meißner ist Redakteur der Husumer Nachrichten

Eine Schifffahrt mit Hoffnung auf Delfine

Foto: Benjamin Nolte

Kiel - Familienbesuch über die Osterfeiertage – Eltern und Schwester samt Ehemann und Tochter (2) kommen aus Nordrhein-Westfalen nach Kiel angereist. Die große Frage – was unternehmen wir? Das hängt auch ab vom Ergebnis der nächsten Frage: Wie wird das Wetter?

Programmpunkt Nummer 1 geht völlig wetterunabhängig klar. Wir gehen frühstücken. Mit Blick auf die Förde. Ein Ausflug zum Wasser ist sowieso das beste, was wir Schleswig-Holsteiner den Gästen aus dem „Süden“ bieten können. Und da kommt das Wetter ins Spiel: Zeigt sich auch mal die Sonne und klettern die Temperaturen ein wenig, dann steht fest: Wir werden mit einem der Fördeschiffe (Fahrplan: www.sfk-kiel.de, etwa ab Reventloubrücke, 14.25 Uhr) eine „Fahrt ins Blaue“ Richtung Laboe unternehmen. Nicht ohne Hintergedanken: So tummeln sich doch seit einigen Wochen mindestens zwei Delfine in der Kieler Förde. Mindestens ein Bekannter hat bereits auf dem Schiffs-Trip vom Kieler West- aufs Ostufer vor wenigen Tagen noch die Tümmler in der Bugwelle gesehen. Die Hoffnung ist also nicht unberechtigt.

Und wenn der Frühling nicht mitspielt? Dann geht’s nach Holtenau an den Kanal, zum Tiessenkai. Da kann man in netten Cafés den Wind- und Wetter-Frust zusammen mit Kaffee und Kuchen hinunterschlucken. Alibi-Spaziergang zum Leuchtturm inklusive.

Autor: Rieke Beckwermert ist Mitglied unserer Redaktion in Kiel

Das Herz der Hüttener Berge

Foto: Schnack

Schoothorst - Ein Feeling beinahe wie im Voralpenland mitten in Schleswig-Holstein? Ist möglich – und zwar im Naturpark „Hüttener Berge“, der dank der Lage im Städtedreieck von Eckernförde, Rendsburg und Schleswig nahezu für jeden Ausflügler im Norden relativ schnell zu erreichen ist. Ringsherum gibt es ausreichend Parkplätze mit Startpunkten zu Wanderungen. Freundliche Schilder mit einer symbolisierten Haselmaus weisen einem viele Wege. Selbst Pfade, die nicht ausgezeichnet sind, lohnen einen Abstecher.

Ein Mix aus Wäldern, Wiesen samt weidender Rinder, Äckern, Knicks und Redder machen diese einzigartige, durch die Eiszeit geformte Endmoränenlandschaft zum erholsamen Kleinod. Viele Tagestouristen werden sich zum 98 Meter hohen Aschberg aufmachen – wo vom Aussichtsturm des Hotels und Restaurants „Globetrotter Lodge“ eine Rundumsicht über halb Schleswig-Holstein möglich ist.

Das Highlight liegt jedoch etwa einen Kilometer westlich des Aschbergs in einer markanten Senke: Schoothorst, ein idyllisches Örtchen, von  Hügeln umgeben. Hier hört man nur die Stimmen der Natur, das Muhen der Rinder der Integrationseinrichtung „Hof Saelde“ oder das Krähen von Hähnen. Ansonsten herrscht eine beschauliche Stille vor.

www.naturpark-huettenerberge.de

Autor: Wolfgang Blumenthal ist Mitglied der Redaktion Schleswig-Holstein

Ein Flohmarkt mit langer Tradition

Neumünster - Ostern ohne Flohmarkt ist für mich wie Weihnachten ohne Baum. Als Neumünsteraner haben wir einen der größten Flohmärkte Schleswig-Holsteins vor der Tür, denn der findet traditionell Ostersonntag und Ostermontag auf dem Gelände der Holstenhallen statt.

Wer Krims und Krams liebt, gern mal ein Schnäppchen macht und Lust zu Feilschen hat, der kann hier einen netten Tag mit der ganzen Familie erleben. Trödel, Antikes, Haushaltswaren, Winterreifen – hier gibt es fast alles. Vati findet alte Schallplatten, Mutti ein paar günstige Bücher, die Kinder reichlich Barbie-Puppen und Matchbox-Autos – und danach gibt es eine Bratwurst für alle.

Oster-Flohmarkt, Gelände der Holstenhallen, Justus-von-Liebig-Str., Neumünster, 8 bis 16 Uhr, Eintritt frei.

Autor: Thorsten Geil ist Leiter der Redaktion des Holsteinischen Couriers in Neumünster

Illegales Osterfeuer

 
  Foto: Bernd Schmidt

Jübek - Ein „Illegales Osterfeuer“ wird am Sonntag im Sandbahnstadion in Jübek entzündet – das ist allerdings nicht wörtlich zu nehmen. Denn die Freiwillige Feuerwehr Jübek unterstützt zum zweiten Mal in Folge im altehrwürdigen Motodrom der Gemeinde ein kostenloses Event. Die Kultband Illegal 2001 präsentiert – wie schon im vergangenen Jahr – ihre altbekannten und beliebten Songs. Zudem wird ab 15 Uhr ein Spektakel für die kleinen Besucher angeboten. Erbsenschlagen, Torwandschießen, Sprüten Hus mit einer Kübelspritze und das verrückte Labyrinth haben die Jugendfeuerwehrleute für die kleinen Gäste an Spielen unter anderem vorbereitet.

Natürlich darf beim „Illegalen Osterfeuer“ auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Dafür haben die beiden verbliebenen ehemaligen Festival-Veranstalter, Martin Purwin und Marco Sohr, gesorgt. Zum kompletten musikalischen Programm gehören neben Illegal 2001 Falling Gravity, Vacek City, Rükkenwind und Nuthouse Flowers, die am Ostersonntag ab 15 Uhr für beste Unterhaltung sorgen werden.

Autor: Eric Gehrke ist Redakteur der Husumer Nachrichten

Frische Luft, Eierlikör und ein, zwei Pharisäer

Foto: Privat

Husum/Nordstrand - Ein Spaziergang an der frischen Nordseeluft und danach etwas Schmackhaftes zur Einstimmung auf das Osterfest: Der kurze Ausflug an die Küste beginnt mit einem Spaziergang rund um den Husumer Dockkoog. Tief durchatmen und den Blick auf Nordstrand genießen. Das visuelle Erlebnis macht Appetit auf eine Weiterfahrt zur Halbinsel, die zu einem Fußmarsch auf dem Deich einlädt. Von hier aus haben wir einen wunderschönen Blick auf die nordfriesische Halligwelt.

Die salzige Luft macht Appetit. Also auf zum „Pharisäerhof“ in der Mitte von Nordstrand, unweit des früheren landwirtschaftlichen Betriebes von Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Der Hof wird immer noch – obwohl zumeist unbewohnt – von hohen Metallgittern und Videokameras abgeschirmt. Gemütlich geht es zu im historischen Gasthaus, in dem sich nach der Sage einst die Erfindung des Getränks Pharisäer ereignet haben soll. Im gediegenen Ambiente mit plüschigen Möbeln aus den 50er-Jahren wird Eierlikörtorte mit der klassischen Tasse Pharisäer serviert. Eine gelungene Kombination nach den Spaziergängen im rauen Nordseeklima. Ein zweiter Pharisäer schmeckt noch besser, bringt aber Konsequenzen mit sich: Auf der Rückfahrt sitzt die Ehefrau am Steuer.

Autor: Jürgen Muhl ist stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitungen

Der Hansa-Park startet Ostern in die neue Saison

 
  Foto: Julian Stratenschulte, dpa

Sierksdorf - Der bunte Frühling lässt leider immer noch auf sich warten. Allerdings nicht überall im Land: im Hansa-Park in Sierksdorf direkt an der Ostsee ist er bereits eingezogen. Der Freizeitpark steht in voller Blüte und wird in diesen Tagen zu meinem absoluten Lieblingsplatz.

Deutschlands einziger Erlebnispark am Meer hat sich zur Eröffnung seiner Saison am Donnerstag um 9 Uhr vor dem Osterfest ordentlich herausgeputzt. Die fleißigen Gärtner haben dem Hansa-Park mit vielen tausend bunten Stiefmütterchen die frischen Farben des Frühlings eingehaucht. Und mit Osterhasen und Ostereiern verwandelt sich der Hansa-Park an seinem Eröffnungs-Wochenende in einen „Frühlings-Oster-Park“. Neben dem bunten Blütenmeer an der Ostsee genieße ich mit der Familie auch gern allerfeinste Unterhaltung. Dafür sorgen der „Schwur des Kärnan“ oder der „Fluch von Novgorod“. Und wer es beschaulicher haben möchte, der geht zu den Seelöwen oder ins Varieté-Theater. Dazu gibt es ausreichend Gelegenheit für ein kleines Mittagessen, Kaffee und Kuchen und vielleicht auch schon das erste Eis der Saison in der Frühlingssonne.

Autor: Michael Kuhr ist Redakteur des Ostholsteiner Anzeigers in Eutin

Immer eine Reise wert: Die Halbinsel Eiderstedt

Foto: dpa
 

Eiderstedt - Immer eine Reise wert ist Eiderstedt, egal, zu welcher Jahreszeit und ob für einen Tag oder einen längeren Aufenthalt. Da lädt St. Peter-Ording mit seiner riesigen Sandbank zu ausgedehnten Spaziergängen am Meer oder zu rasantem Wassersport ein. Ganz nah dran an der Natur ist der Besucher auch im Vorland von Westerhever mit dem bekannten Leuchtturm. Romantisch präsentieren sich das alte Hafenstädtchen Tönning und die alte Handelsstadt Garding. In Tönning ist auch das Multimar Wattforum mit seinen Aquarien und seiner Walausstellung zu finden. Reichhaltig ist das Eiderstedter Kulturleben mit vielen Galerien, wie das Haus Peters in Tetenbüll, den mittelalterlichen Kirchen und vielen Konzerten. Und wer von all den Eindrücken müde und hungrig geworden ist, findet in allen Dörfern eine idyllische Gaststätte – wie beispielsweise die Schankwirtschaft Andresen gleich hinterm Eidersperrwerk.

Autor: Ilse Buchwald ist Redakteurin der Husumer Nachrichten

Ein Ausflug ins Sylter Kapitänsdorf Keitum

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Foto: Stitz

Keitum - Der schönste Ort auf Sylt, in den es mich auch nach Jahren auf der Insel immer wieder zieht, ist das kleine Kapitänsdorf Keitum. Reetgedeckte Friesenhäuser stehen dort im Schatten alter Bäume, und die romantischen Gassen und die liebevoll gestalteten Gärten erzählen Geschichten von alten Zeiten. Denn in Keitum, so scheint es, ist die Zeit stehen geblieben, und hier zeigt sich der Glanz vergangener Jahre, als der Walfang noch die Haupterwerbsquelle auf der Insel war.

Wer am Keitumer Bahnhof ankommt, dem empfehle ich einen Besuch der kunsthandwerklichen Osterausstellung im Glasatelier im Bahnhof, in der schöne, hochwertige und handgefertigte Unikate aus Glas, Gold, Silber, Stoff und Gotland-Lammfell gezeigt werden. Ansonsten sollte man sich einfach treiben und von der Atmosphäre, der salzigen Luft und vielleicht später von einem Grog in der Kleinen Teestube berauschen lassen.

Autor: Julia Nieß ist Redakteurin der Sylter Rundschau

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erstellt am 24.Mär.2016 | 18:19 Uhr

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