zur Navigation springen

Verkehr

08. Dezember 2016 | 12:53 Uhr

Bahnstrecke Hamburg-Flensburg : Stellwerk in Elmshorn fällt zum zweiten Mal an einem Tag aus

vom

Pendler mussten am Montag mehr Zeit einplanen. Auf dem Weg nach Hamburg oder Kiel dauerte es länger.

Der Bahn-Ärger nimmt kein Ende: Nachdem der Schaden von Montagnacht am Stellwerk in Elmshorn um 12.30 Uhr behoben war, folgte nur eine Stunde später eine erneute Störungsmeldung. Der Zugverkehr lief nur mit großen Verzögerungen. Die Stellwerksstörung konnte am späten Nachmittag behoben werden. Danach sollte der Zugverkehr nach und nach wieder aufgenommen werden.

Der betroffene Abschnitt zwischen Elmshorn und Neumünster gehört zu der meistbefahrenen Bahnstrecke Schleswig-Holsteins.

Die Ursache für den Schaden ist die gleiche geblieben: Bei Baggerarbeiten an einer Lärmschutzwand war Sonntag gegen 23 Uhr ein 100-adriges Datenkabel beschädigt worden. Mitarbeiter der Deutschen Bahn arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der Störung.

Bereits seit dem frühen Morgen fuhren auf der Strecke zwischen Elmshorn und Neumünster keine Züge. Die Züge der RE70 verkehren nur zwischen Kiel und Neumünster, sowie zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Elmshorn. Die Züge der RE7 fallen zwischen Neumünster und Hamburg aus. Auswirkungen sind auf der gesamten Strecke zwischen Hamburg und Flensburg spürbar.

Die Bahn gab folgende Umleitungshinweise bekannt:

  • Reisende von Kiel nach Hamburg benutzen bitte die RE83/RB84 nach Lübeck Hauptbahnhof und fahren von dort mit der RE8/RE80 nach Hamburg Hauptbahnhof. Die Reisezeit verlängert sich um etwa 70 Minuten. Gleiches gilt für die Gegenrichtung.
  • Reisende von Hamburg nach Neumünster benutzen bitte die Züge der RE8/RE80 nach Bad Oldesloe und steigen dort in die NBE nach Neumünster um. Die Reisezeit verlängert sich um etwa 45 Minuten. Gleiches gilt für die Gegenrichtung.
  • Für die Halte Brokstedt und Wrist besteht Ersatzverkehr mit Taxen (Taxizentrale Neumünster).
  • Für die Halte Wrist, Dauenhof, Horst (Holst.) und Elmshorn besteht Ersatzverkehr mit Taxen (Firma Citti Taxi Elmshorn).

Die Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt auf www.bahn.de oder bei der Kundenhotline 01806/996633 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz) zu informieren.

Im Servicecenter in Neumünster herrschte gegen 10 Uhr noch immer Verwirrung. Etwa alle zehn Minuten wurde dort durchgesagt, dass Züge in Richtung Elmshorn ausfallen, berichtete eine Reporterin. Doch über alternative Routen fühlten sich viele nicht genug informiert. Ein älteres Ehepaar berichtete, den Anschlusszug nach Berlin verpasst zu haben.

Im Servicecenter der Bahn in Neumünster suchten viele Pendler Rat.
Im Servicecenter der Bahn in Neumünster suchten viele Pendler Rat. Foto: Frieda Schifner
 

Zelin Zakun ist Studentin an der Universität Hamburg und pendelt. Sie sagte: „Meine erste Vorlesung werde ich wohl verpassen, jetzt wollte ich erfahren, wie ich nach Hamburg kommen soll, damit ich zumindest den Rest der Veranstaltungen nicht verpasse“.

 

Nur noch wenige Zugausfälle soll es ander Westküste geben: Auf der Bahnstrecke von Hamburg-Altona nach Westerland verkehren in dieser Woche die Regionalzüge der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) wieder weitgehend nach dem aktuell gültigen Baustellenfahrplan. Das gab das Unternehmen am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt. Allerdings komme es weiterhin zu Einschränkungen bei der verfügbaren Anzahl an Sitz- und Stehplätzen in den Ersatzfahrzeugen.

In der Woche ab dem heutigen Montag, 14. November, verkehren alle im aktuell gültigen Sonderfahrplan aufgeführten Züge der Linie NOB 6 zwischen Hamburg und Sylt. Allerdings nicht mit den sonst üblichen Kapazitäten. Einzige Ausnahme wäre die Verbindung 81728 von Husum nach Westerland (Abfahrt 19.38 Uhr in Hamburg). Diese muss komplett ausfallen. Auf der Linie NOB 62 wird es weiterhin einen Schienenersatzverkehr ausschließlich mit Bussen geben.

 
zur Startseite

von
erstellt am 14.Nov.2016 | 19:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen