zur Navigation springen

Verkehr

31. Juli 2016 | 00:33 Uhr

Interaktive Karte : Hier baut die Bahn in Schleswig-Holstein und Hamburg

vom
Aus der Onlineredaktion

210 Millionen Euro will die Bahn 2016 in SH und Hamburg investieren. Wo gibt es Baustellen? Ein Überblick.

Kiel/Hamburg | Bahnreisende in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich im Sommer auf Behinderungen einstellen. Die Deutsche Bahn plant Bauarbeiten an mehreren S-Bahnlinien in Hamburg und auf der Strecke Elmshorn-Neumünster-Kiel. In den Sommerferien werden die S-Bahnlinien S3 und S31 zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg durch Busse ersetzt, wie Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis am Freitag bekanntgab. Auch zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel müssen die Fahrgäste in der zweiten Augusthälfte auf Busse umsteigen.

Zugleich wird im Hamburger Hauptbahnhof Gleis 7 erneuert, was zu Verspätungen und Zugausfällen auf der Strecke Hamburg-Lübeck führen wird. Zahlreiche Züge von Hamburg nach Kiel werden vom Bahnhof Altona abfahren und in umgekehrter Richtung dort enden. Der Bahnhof ist trotz der beginnenden Bauarbeiten an den S-Bahnbrücken über die Julius-Leber-Straße weiter erreichbar.

Einschränkungen wird es auch zwischen Hamburg und Kiel geben. 52 Kilometer Gleise sollen auf dieser Strecke ausgetauscht werden. Zeitweise muss eingleisig gefahren werden. Die Verspätungen werden aber nur wenige Minuten betragen, denn zuvor nimmt die Bahn eine neue Signalsteuerung in Betrieb, die den Zügen kurz vor den Baustellen ein Ausweichen erlaubt.

Sylt-Reisende werden ebenfalls Verspätungen in Kauf nehmen müssen, aber erst im Herbst. Im November und Dezember will die Bahn zwischen Stedesand und Bredstedt (Nordfriesland) neue Gleise verlegen. Dann verlängert sich die Fahrzeit zwischen Hamburg und Westerland um 25 Minuten. Zudem baut die Bahn in Keitum auf Sylt ein neues elektronisches Stellwerk.

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr 210 Millionen Euro in ihre Infrastruktur im Norden. Das teuerste Projekt ist derzeit die Erneuerung der Brücken am Bahnknotenpunkt Berliner Tor in Hamburg. Die Arbeiten sollen bis 2020 dauern und 90 Millionen Euro kosten.

Trotz der vermehrten Baumaßnahmen will die Bahn die Auswirkungen auf die Reisenden konstant halten, wie der regionale Kundenmanagement-Leiter bei der DB Netz AG, Michael Körber, versicherte. Er räumte aber ein: „Bauen geht halt nicht ohne Einschränkungen.“ Eine gute Nachricht für Reisende ist das Weichen-Projekt Diana. Die Abkürzung steht für Diagnose- und Analyseplattform. In den nächsten Jahren sollen alle mehr als 35.000 Weichen in Deutschland mit dem Diagnosesystem ausgestattet werden. Dann melden Sensoren, ob eine Störung droht. „Die Weiche ist das störanfälligste Gewerk im Bahnverkehr“, sagte Körber. Die Bahn erkundet demnächst, welche Weichen im Norden zuerst aufgerüstet werden.

Wo was getan wird, können Sie auf dieser Karte nachlesen.

Noch kann die Bahn mancherorts nicht absehen, wo Einschränkungen für Pendler und Reisende entstehen. Auskünfte über Bauarbeiten und Fahrplanänderungen kann man im Internet auf der Seite der Bahn nachlesen und am Telefon erfragen unter der kostenlosen Nummer 0800/599 66 55.

 

zur Startseite

von
erstellt am 12.Feb.2016 | 13:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen