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Verteidigungsministerin in SH : Ursula von der Leyen bei der Marine in Kiel - 1000 Stellen für die Einsatzflottille 1

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100 Millionen Euro nur für den Kieler Marinestützpunkt und eine halbe Milliarde Euro für die Bundeswehr in Schleswig-Holstein. Bei ihrem Besuch in Kiel betont die Verteidigungsministerin die Bedeutung des Nordens.

Kiel | Die Einsatzflottille 1 der Marine soll in den nächsten Jahren 1000 zusätzliche Stellen bekommen. „Kiel ist für uns ein ganz wichtiger Standort“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Freitag in Kiel bei einem Besuch im Marinestützpunkt. In den vergangenen fünf Jahren seien dort 40 Millionen Euro in den Standort geflossen und in den nächsten fünf Jahren seien weitere 100 Millionen nur für Kiel veranschlagt. In Bundeswehr-Einrichtungen in Schleswig-Holstein insgesamt sollen in der nächsten Dekade 500 Millionen Euro investiert werden.

Die Einsatzflottille 1 ist an europäischen Einsätzen im Mittelmeer, aber auch Einsätzen von UN und Nato beteiligt. „Die Deutschen Marine hat allein in den letzten zwei Jahren über 20 000 Menschen aus Seenot gerettet“, betonte die Ministerin die humanitäre Bedeutung des Mittelmeer-Einsatzes. „Die Flottille 1 ist ein herausragender Verband für uns, denn hier sind 4000 Männer und Frauen mit exzellenten Fähigkeiten.“

Die CDU-Politikerin verfolgte zuvor auf dem Flottendienstboot „Alster“ im Marinestützpunkt Vorführungen der Einsatzflottille 1 zur Minenbekämpfung. Die Ministerin sprach mit Minentauchern und Kampfschwimmern. Sie informierte sich auch über Erfahrungen und tägliche Herausforderungen in der Marine.

Der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan Kaack, betonte, dass im Zuge der Trendwende bei der Bundeswehr - mehr Material, Personal und Finanzen - sich die Personallage bereits spürbar verbessere. Jedoch gebe es unverändert Besetzungsprobleme. So sei jeder fünfte Dienstposten bei den Unteroffizieren nicht besetzt, bei den Minentauchern sei es sogar jeder zweite. Er betonte wie die Ministerin die große Bedeutung internationaler Kooperationen, etwa mit den Niederlanden und Norwegen.

Politische Brisanz erhielt der Besuch durch Schlagzeilen über die geplanten fünf neuen Korvetten der Marine, die nach einem Bericht des „Handesblattes“ statt 1,5 Milliarden Euro angeblich 2,9 Milliarden Euro kosten sollen. Das Verteidigungsministerium hatte sich am Vortag mit Hinweis auf die laufenden Vertragsverhandlungen mit den beteiligten Werften ThyssenKrupp Marine Systems und Lürssen in Schweigen gehüllt.

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, hatte am Donnerstag noch einmal unterstrichen, dass die Marine angesichts ihrer gewachsenen Aufgaben die neuen Korvetten schnell brauche. Korvetten sind vor allem für den Einsatz in sogenannten Randmeeren und Küstengewässern geeignet - also etwa in der Ostsee. Die Marine verfügt bereits über fünf Korvetten des Typs K 130. Dieser Typ soll nun nachbestellt werden.

 

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erstellt am 21.Apr.2017 | 17:35 Uhr

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