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Facebooks Filterfalle : Und täglich grüßt das Hitlerbild: Zum Facebook-Nazi in 13 Tagen

vom

Wie funktioniert der Sog an den rechten Rand des Netzwerks – und was findet man dort? Eine Stippvisite.

Das Leben von Christian M. war nicht lang. Er war stets unauffällig, unscheinbar geradezu. Allein ein grimmig dreinblickendes Wolfsfoto bei Facebook deutete darauf hin, dass Wut in ihm steckte. Irgendwo. Doch ergründen konnte das keiner, denn Christian war nur ein Phantom. Erschaffen auf Facebook, gelöscht von Facebook. 

Eigentlich war Christian nur ein schnell erstelltes Fake-Profil. Die Idee war es, zu schauen, wie schnell sie sich aufbaut, die vieldiskutierte Filterblase. Die Echokammer, die sich um einen Internetnutzer zieht, der sich nur in seiner kleinen Nische im Netzwerk bewegt. Oder kurz gesagt: Kann Facebook radikalisieren helfen?

Um einigermaßen objektiv zu testen, geht Christian auch einigermaßen automatisch vor. Er liket fast ausschließlich, was ihm empfohlen wird oder was seine „Freunde“ teilen. Doch auch eine Echokammer kommt nicht von allein, die ersten kleinen Schritte müssen vom Nutzer selbst kommen.

Unser fiktiver Christian „liket“ seine erste Seite und versucht, in eine Gruppe zu kommen. Es soll ein „sanfter Einstieg“ sein. Bei diesen Seiten sind – so betonen die Nutzer gern selbst – Patrioten und keine Nazis. Das wird man doch wohl mal liken dürfen! „Neumünster wehrt sich“ ist ein lokales Forum für Flüchtlingsgegner, die allerdings entgegen ihres Titels nur wenig über Neumünster, aber viel über kriminelle Ausländer bundesweit verbreiten. Facebook meint zu ahnen, was den neugeborenen Christian interessiert. Er klickt bei allem auf „Gefällt mir“.

Facebook schlägt ähnliche Seiten vor
„Neumünster wehrt sich“ „Nur Einzelfälle“
„Tägliche Einzelfälle“
 „Heute sind wir tolerant – Morgen fremd im eigenen Land“
„Deutsch sein ist kein Verbrechen“
„Ich bin stolz, deutsch zu sein“

Auch in der Gruppe „Shegida“ – das soll ein Pegida-Ableger für SH sein –  möchte Christian mitmachen. Er stellt einen Beitrittsantrag, der aber nie bewilligt werden soll.

Facebook schlägt ähnliche Gruppen vor
„Shegida“ „Der Norden wacht auf“
„Bund freier Deutscher“
„Schleswig-Holsteiner gegen Asylmissbrauch“

Und Facebook macht jetzt auch aktive Vorschläge, basierend auf Christians Anfangsinteresse. Er abonniert sie alle: „Pegida“, „Sprüchebilder“, „Vladimir Putin“ und „Lügenpresse“. Christian ist quasi sofort im Sog. Er hat schon mit wenigen Klicks bei Facebook seine Gruppe, sein Netzwerk gefunden. Und wie jede Gruppe entsteht sie auch durch den Ausschluss der Außenstehenden. Doch die Außenstehenden sind nicht einfach nur „andere“, sie sind Feindbilder – das merkt Christian schnell. Dass das Flüchtlinge und Ausländer per se sind, erklärt sich von selbst. Doch auch Linke („Zecken“), Grüne („Pädopartei“), die Regierung (in ihrer Personifizierung durch Angela Merkel), ehrenamtliche Flüchtlingshelfer („Gutmenschen“) und auch alle, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit positionieren („Bahnhofsklatscher“), gehören zum erweiterten Feindbild.

Feinde sind also ein großer Teil von dem Land, das die Patrioten vorgeben, so sehr zu lieben. Bleibt die Frage: Kann man denn ein echter Patriot sein, wenn man die Mehrheit eines Volkes verachtet – namentlich alle, die anders denken als man selbst? Was liebt man denn dann an diesem Land? Schon bei seinem ersten Tag bei Facebook sieht unser fiktiver Christian kaum noch Beiträge, die sich nicht mit den Themen Merkelkritik, bösen Flüchtlingen oder Naziwitzen beschäftigen.

Was man so lustig findet, am rechten Rand von Facebook? Rewe verkauft den „Weißen Riesen XXL“ für 8,88 Euro. Eine Fotomontage aus Erdogan und Lilo Wanders mit dem Kommentar: „Du bist nicht Du, wenn du MACHThungrig bist“. Die Berufsangabe „Heizer bei KZ Dachau in der nationalsozialistischen arme“ [sic] im Profil oder ein Foto von Hitler mit dem Spruch „Morgen Wochenende? Klingt nach Voll-Gas.“

Über Netzwerke

Es dauert nicht lange und Christian hat sogar einen ersten „Freund“. Ein gewisser E. stellt ihm eine Freundschaftsanfage, obwohl Christian buchstäblich noch ein unbeschriebenes Blatt ist. E. kommt zumindest seinem Profil zufolge aus Schleswig-Holstein und lädt auch gleich zu einer Veranstaltung gegen Links ein. Er mag Gaststätten wie die bei Patrioten beliebte Titanic in Neumünster und gibt der NPD fünf Facebook-Sterne. Und E. ist nur der Anfang – der Freundeskreis wächst stetig.

„Kameradinnen und Kameraden“ nennen sich die Netzpatrioten untereinander und wünschen sich auffällig häufig einen „Guten Morgen“, gern bebildert durch achtspeichige Hakenkreuze oder eine Karte vom Großdeutschen Reich. Es stellt sich ein S. vor, der erklärt, wie lange er schon in der rechten Szene aktiv sei und bekannt gibt, dass er jetzt auch die Sektion Heiligenhafen übernimmt. Für das Vertrauen bedankt er sich unter anderem bei E. und schließt „mit deutschem Gruß“.

Immer wieder schwappt sie in Christians Facebook-Nachrichten: diese eingeschworene Solidarität, die offenbar die Kameraden eint. Christians Freundeskreis wächst weiter. Nach nur sieben kurzen Facebook-Sitzungen hat er 35 Freunde – und das, ohne jemanden richtig zu kennen.

„Nationale Solidarität leben!“
„Linksfaschisten“
„Ein Volk hilft sich selbst“

„Einer für ALLE, ALLE für einen! Nationale Solidarität leben!“, schreibt einer von ihnen und ruft auf, für einen „treuen und aufopferungsvollen Kameraden“ zu spenden, dessen Auto von „Linksfaschisten“ angezündet worden sei. Und Kamerad A. sammelt Spenden unter der Aktion „Ein Volk hilft sich selbst“: Es sind Plüscheinhörner und Spielzeuglaster für benachteiligte Kinder. Er postet ein Bild mit Kuscheltieren und dem Aufruf: „Such den Chihuahua.“

Nette Menschen, ein inniger Zusammenhalt und ehrliche Kameradschaft also? In Christians neuem Netzwerk zeigt selbst diese eingeschworene Gemeinschaft Risse.

„Denunziaten und Spalter“
„Freifahrtsschein!“
„BRD-Huren!“

„So Kameraden! Es fällt mir gerade schwer dies zu schreiben aber es muss sein !“, proklamiert S. „Es gibt einen Denunziaten und Spalter in unseren Reihen! E.! Er Spaltet Kameradschaften! Er lügt und betrügt! Egal was er macht unterstützt ihn nicht oder nicht mehr! Ich erteile ihn hiermit einen Freifahrtsschein!“ Wir erinnern uns: Gerade noch hat S. sich bei ihm für das Vertrauen bedankt. Was ist da los mit dieser Kameradschaft? Der beschuldigte E. wiederum schreibt: „Ich finde es teilweise traurig was sogenannte Patrioten von Zusammenhalt halten.“ Christians Nachfrage bei S., was denn los sei, wird nicht beantwortet.

Auch die Kameradschaft mit den Kameradinnen scheint brüchig. R. und E. sind von ihnen enttäuscht. „Machen auf Nationalistinnen und sind im Kern doch fast alle primitive BRD-Huren!“ beschwert sich R. „In fast allen Fällen, richtet sich ihre ,Weltanschauung' nach dem jeweiligen Schwanz von dem sie penetriert wird! Leider!“ Aber selbstverständlich ist R. niemand, der verallgemeinern würde: „es gibt auch Ausnahmen, auch unter euch Eierstockträgern!“ Dennoch: „Wer die Mehrheit der heutigen Frauen kennengelernt hat, kann sie nur verachten!“

Über Neuigkeiten

Es überrascht nicht wirklich, dass Christians Facebook-News voll sind von Negativ-Schlagzeilen über Flüchtlinge. Auch weitere Medien wie Spiegel oder Vice, die einen ähnlichen Echokammer-Versuch auf Facebook anstellten, bestätigten ein düsteres Bild, das sich bei jedem Öffnen des Facebook-Fensters bietet. Es ist, als würde man jedesmal, wenn man die Fensterläden aufklappt in eine Welt voller Chaos und Zerstörung blicken. Inwiefern deckt sich das mit dem, was die „Patrioten“ tatsächlich vor ihren Fenstern haben? Funktioniert vielleicht die mentale Auswahl dessen, was man an sich heran lässt ähnlich wie ein Facebook-Algorithmus – der Bestätigungen sucht und irgendwann ausblendet, was nicht zur Ideenwelt passt?

Im Endeffekt reicht es, einen Blick auf eine Seite wie „Neumünster wehrt sich“ zu werfen, um die Nachrichtenlage am rechten Rand von Facebook zu erahnen. Eine lange Liste von Seiten stützt sich allein darauf, Verbrechen und Ärger mit Ausländern und Moslems aus der täglichen Nachrichten- und Fake-News-Welt zu extrahieren und zu verbreiten. Grünen- und Merkel-Kritik ist beinahe ebenso häufig. Für Christian öffnet sich der Vorhang in diese Welt allerdings immer nur kurz und gelegentlich. Was aber passiert mit Leuten, die vielleicht ein wenig nach rechts tendieren und dann irgendwann ausschließlich mit Nachrichten gefüttert werden, die dieses Weltbild untermauern?

„Göppels wäre neidisch gewesen.“
„Die Weltpest Nr.1“
„Fickt euch Nigger!“

Zumindest wird passend gemacht, was nicht ins Weltbild passt: Mitte 2016 wird klar, dass der Amoklauf in München nicht islamistisch motiviert war, sondern von einem AfD-Fan. Ein Patriot kommentiert den Mörder von neun Menschen so: „Irgendwie muss man die Leute doch zur AfD treiben. Nichts ist besser geeignet als Propaganda jeglicher Art. Göppels wäre neidisch gewesen. Er hätte es sicher auch so gemacht!“

Durchmischt wird Christians aktuelle Nachrichtenlage durch die wiederholte Erläuterung der nationalsozialistischen Rassenlehre. „Wo ungleiche Rassen sich mischen, gibt es einen Mißklang. Mischungen nicht zueinander passender Rassen führen im Leben der Menschen und Völker zu Entartung und Untergang“, schreibt D. „Die Weltpest Nr.1 Bleibt Früher Wie Heute Das Weltfinanzjudentum!! Zwei-Drittel des Gesammten Weltkapitals Unterliegt Ihnen und Ihrer Verwaltung!!“, schreibt W. „Selbst Nostradamuß der Vor Über 500 Jahren Lebte Sagte: Sie Werden Übers Meer Kommen Wie Die Heuschrecken und Euer Land Vernichten!!“ Auch E. ist gegen Juden: Sie wollten die „Deutsche bzw. weiße Rasse vernichten um den bei manchen niedrigen IQ durch Vermischung noch mehr zu senken, um eben eine Art Arbeitersklavenrasse zu züchten. Dann können die Geldmagnaten sich als Herrenrasse aufspielen.“

K. erbost sich: „Fickt euch Nigger! Fickt euch Syrier! Fickt euch wixxer die in Deutschland wohnen und alles in den Arsch geschoben bekommen! Fickt euch Politiker die den Alliierten zu Füßen liegen, ich hasse euch alle und ich werde erst mit dem Hass aufhören wenn ihr es verdient und versucht deutsch zu denken!“ Und B. ruft auf: „Ich habe einige heftige DIN A4 Flyer erstellt, die aggressiv Moslems und Nigger zur Heimreise auffordern. Ladet die Flyer herunter und speichert sie auf eurem PC. Legt ein neues Facebookprofil an und schickt diese Bilder den Moslems und Niggern. Erzeugen wir Unruhe, erzeugen wir Angst.“

Über Einsamkeit

Der Facebook-Algorithmus hat Christian in Gruppen wie „Patrioten Kiel“ geführt, zu Pegida, „Ich bin stolz deutsch zu sein“ oder zur „Aktionsgruppe Freundeskreis MuP“ (als Patriot sagt man „Mecklenburg und Pommern“, Großdeutschland – Sie wissen schon). Doch es schimmern auch drei andere Seiten durch.

„Depressionen und Selbstverletzung“
„Missbraucht --- Gruppe für Betroffene, Angehörige Freunde“
„Sprüchebilder“

G. postet ein Bild mit zwei Mäusen und einer „virtuellen Umarmung für alle, die einsam sind“. Em. teilt ein Bild mit der Frage „Was wäre, wenn ich plötzlich verschwunden bin… wer würde nach mir suchen?!“ Mehrere schreiben „ich“ darunter. Mit Smiley. Und K. fragt: „Würde mich jemand vermissen wenn ich jetzt nicht mehr da wäre ?
Kopiere das in deinen Status und schaue wer dich vermissen würde “ Mit dem Zusatz: „Wen nicht Wer auch nicht schlimm “ Aber irgendwie erhält man den Eindruck, dass das nicht die Wahrheit ist.

Über Sperrungen

Bei Facebook gesperrt zu werden, gehört am rechten Rande offenbar zum Alltag. Häufiger mal liest Christian Meldungen von Leuten, die sich nach einer temporären Sperrung wieder zurückmelden und vor eingeschleusten „Zecken“ in den Gruppen warnen. S. postet zwei Stinkefinger mit dem Spruch: „Fickt euch ihr Meldemuschis“ und L. beschwert sich: „wenn es jemand was nicht passt geht auf pn und schreibt es mir so fair sollte man sein an die Leute die anfrage schicken wollen schaut vorher in mein Profil an die Leute die mich gemeldet haben geht aus meiner liste werde jetzt gewaltig meine Liste aufräumen danke liebe grüße“. Und am Ende wird auch Christian von Facebook gesperrt. Ob er gemeldet wurde? Das ist zumindest unwahrscheinlich. Doch irgendwann setzte eine richtige Welle von Freundschaftsanfragen ein, die er alle brav annahm – mutmaßlich witterte Facebook den Braten. Christian kam nicht wieder zurück in sein Netzwerk. Er war nicht in der Lage, seine „Freunde“ auf Fotos wiederzuerkennen.

Über das, was bleibt

Unser fiktiver Christian hat dank Facebook das Zeitliche gesegnet. Wäre er ein Nazi geworden, wenn er länger hätte bleiben dürfen – mehr Hassbotschaften und mehr Menschen begegnet wäre? Hat er „sein“ Netzwerk überhaupt kennen gelernt? Seinen Freund E. zum Beispiel, der keine Demo organisiert bekommt und vom Kameraden S. innerhalb der Gemeinschaft an den Pranger gestellt wird. Warum glaubt er, dass die Juden das deutsche Volk durch Rassendurchmischung verblöden wollen, um eine Sklavenrasse zu züchten? Dazu passt die Aufforderung zur arischen Menschenzucht in der Gruppe „Patrioten Kiel“.

Oder den anpackenden A. aus Ostdeutschland, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Spielzeug für Kinder zu sammeln – nur um später unter dem „Notwehrrecht des deutschen Volkes“ zu Gewalt aufzurufen und gegen „Antideutsch versiffte Schreihälse“ zu wettern?  Oder K., der inklusive Adresse und Handynummer ankündigt, „haus Besuch [...] Beine Zecke“ zu machen – und fragt, wer ihn vermissen würde, wenn er nicht mehr da wäre. Christian hat bei seiner Stippvisite niemanden richtig kennen gelernt, fand aber ein paar brüchige, widersprüchliche Personen vor. Aber das sind sicher alles Einzelfälle.

Facebook als Filterfalle - Das Protokoll

(Namen wurden abgekürzt, die Zitate sind ansonsten unverändert.)

Tag 1: Die ersten Likes

Geliket: Neumünster wehrt sich

  • Nur Einzelfälle
  • Tägliche Einzelfälle
  • Heute sind wir tolerant – Morgen fremd im eigenen Land
  • Deutsch sein ist kein Verbrechen
  • Ich bin stolz, deutsch zu sein

Antrag: Shegida

  • Der Norden wacht auf
  • Bund freier Deutscher
  • Schleswig-Holsteiner gegen Asylmissbrauch

Facebook-Vorschlag: Pegida

  • Sprüchebilder
  • Vladimir Putin
  • Lügenpresse

Die 3 ersten Posts geteilt… damit die Seite nicht so leer aussieht…

Tag 2: Der erste Freund

E. möchte mein Freund werden. Ich bin beliebt!

Ich like die ersten Seiten, die bei E. auffallen

  • NS Waren
  • ItsH84U Streetwear

 

Das führt zu

  • Aktionsgruppe Freundeskreis MuP

Ich schleime bei E. und like drei Posts

Jetzt gucke ich mal, was es Neues gibt

- Putin warnt vor Hillary Clinton: Dann ist Krieg

- Linksextreme haben das Auto von R. angezündet, er hat das mit Fotos dokumentiert. Ich schreibe: „Sieht nicht gut aus!“

- Ein Link zu noch.info… die Seite berichtet nach eigenen Angaben von Nachrichten, Mysterien, Fotos und Videos

 http://noch.info/2016/07/die-kriegskosten-fuer-eine-usnato-invasion-in-russland-wuerden-3-5-trillionen-pro-jahr-betragen/

Die Seite „Ich bin stolz deutsch zu sein“ haut einen echten Schenkelklopfer raus:

Rewe verkauft den „Weißen Riesen XXL“ für 8,88 Euro.

 

„ALERTA ALERTA!!!
Rewe der Naziladen hat sich endlich geoutet, mit seinem rassistischen und Menschenverachtenden Sonderangebot und damit endgültig klar gemacht, dass sie Asylanten vergasen und das 4. Reich istallieren wollen.“

So. Lustig. Da muss ich einfach einen Lach-Smiley drunter setzen!

Ach ja, ich hatte vergessen, AfD SH-Fan zu werden. Das hole ich nach.

Tag 3: „Ich bin ,Anti-Merkel’ und das ist gut so“

Ich war schon länger nicht mehr bei Facebook. Das hatte zeitliche Gründe. Jetzt schau ich mal wieder rein und freue mich: E. hat etwas auf der Pinnwand hinterlassen. „Ich bin ,Anti-Merkel’ und das ist gut so“ steht da neben einem „Daumen hoch“-Zeichen.

Folgende Gruppen werden von Facebook vorgeschlagen: „Das Volk steht auf !!“ und „Missbraucht --- Gruppe für Betroffene, Angehörige Freunde“. Ich will aber erstmal keine weiteren Gruppen.

Lustig: Tägliche Einzelfälle postet eine Fotomontage aus Erdogan und Lilo Wanders. "Du bist nicht Du, wenn du MACHThungrig bist".

Ein Post über den Attentäter aus München: „Irgendwie muss man die Leute doch zur AfD treiben. Nichts ist besser geeignet als Propaganda jeglicher Art. Göppels wäre neidisch gewesen. Er hätte es sicher auch so gemacht!“

Und auch dieser Post steht auf meiner Startseite:

„Moin Kameradinnen und Kameraden! Möchte mich kurz mal vorstellen!
Mein Name ist S., bin 42 Jahre alt! Seit 1989 in der organisierten rechten Szene aktiv! Seit Januar diesen Jahres lebe ich in Rostock und organisiere hier die Patrioten Rostock! Ab heute übernehme ich erstmal für unbestimmte Zeit die Sektion Heiligenhafen und hoffe das ich euch unterstützen kann! Bin aber auf eure Unterstützung angewiesen!
Des Weiteren möchte ich mich für das Vertrauen von L. und E. bedanken!

Mit deutschen Gruß

S.“

Na, wenn S. sich so nett vorstellt, möchte ich sein Freund sein.

E. hat mich zu einer Veranstaltung gegen Links in Bad Segeberg eingeladen. Ich klicke auf Vielleicht.

Oje, jemand lästert auf der Veranstaltungsseite, dass mein Freund E. nichts richtig auf die Reihe bekommen würde und noch nicht einmal Flugblätter, Fahnen und Megaphone organisiert bekomme. Wie gemein. In Kommentaren wird E. aber verteidigt und die Schreiberin als „Tussi“, die selbst nichts hinbekommt, geoutet.

Tag 4: „Er lügt und betrügt! ... Ich erteile ihn hiermit einen Freifahrtsschein!“

Ich war mal wieder länger nicht bei Facebook. Mittlerweile bin ich Freund von S.. Der warnt seine Freunde vor E..

„So Kameraden! Es fällt mir gerade schwer dies zu schreiben aber es muss sein !
Es gibt einen Denunziaten und Spalter in unseren Reihen! E.l! Er Spaltet Kameradschaften! Er lügt und betrügt! Egal was er macht unterstützt ihn nicht oder nicht mehr!
Ich erteile ihn hiermit einen Freifahrtsschein!“

Was ist da los mit dieser Kameradschaft?

Und E. schreibt: Ich finde es teilweise traurig was sogenannte Patrioten von Zusammenhalt halten.

Mein guter Freund S. hat heute Geburtstag. Da gratuliere ich doch sehr herzlich! Und schließe mich seinem Kumpel an, der ihm ein Hitlerporträt mit Hakenkreuz auf die Seite postet. Ich schreibe lieber eine Nachricht…

„Hallo S.! Erstmal alles Gute zum Geburtstag (wenn auch noch unbekannterweise...)! Habt eine schöne Feier!!!

Ich wollte dich einfach mal direkt fragen, was genau E. gemacht hat und warum man ihn blockieren sollte. Ich würde das nicht ohne triftigen Grund tun.

Viele Grüße aus SH“

Jetzt noch ein paar Freundschaftsanfragen an vorgeschlagene Leute verschicken.

Tag 5: „Fast alle primitive BRD-Huren!“

Zwei Leute haben meine Freundschaftsanfragen angenommen, jippie!

E. fragt: „Warum müssen manche Patriotinen so scheisse sein?“

R.: „Habe auch schon sehr schlechte Erfahrungen mit diesen sogenannten "Patriotinnen" gemacht! Machen auf Nationalistinnen und sind im Kern doch fast alle primitive BRD-Huren! Natürlich, es gibt Ausnahmen, aber leider doch sehr wenige! Und was die Politik angeht, kann man Frauen sowieso nur in sehr seltenen Fällen ernst nehmen! In fast allen Fällen, richtet sich ihre "Weltanschauung" nach dem jeweiligen Schwanz von dem sie penetriert wird! Leider!“

E.: „es gibt welche die meinen es Ernst und es gibt leider welche die uns nur Verarschen“

R.: „Ganz richtig Kamerad! E., wenn wir es doch so erlebt haben! Willst du uns denn als Lügner hinstellen? Und außerdem habe ich geschrieben "fast alle" und nicht "alle", das heißt, es gibt auch Ausnahmen, auch unter euch Eierstockträgern! Sie haben uns verletzt, gedemütigt und sich wie erbärmliche Huren verhalten, da denke ich, wir haben auch das Recht über Frauen so zu denken! Wer die Mehrheit der heutigen Frauen kennengelernt hat, kann sie nur verachten!“

E. und S. wünschen beide einen guten Morgen und die anderen grüßen mit Moin zurück. Wie herzlich!

S. postet zwei Stinkefinger mit dem Spruch: „Fickt euch ihr Meldemuschis“

Ich trete wahllos einer Reihe Gruppen und Seiten bei. Keine Ahnung, was genau…

Tag 6: Und täglich grüßt das Hakenkreuz

Es wird langsam langweilig.

Meine neuen Freunde wünschen sich ständig einen guten Morgen. Mal mit einem Bild von einem achtspeichigen Hakenkreuz, mal mit einer Deutschlandkarte in seinen alten Grenzen, gehalten in Schwarz-weiß-rot.

Charlotte Knobloch erhält einen Orden für ihre Arbeit und sagt über Deutschland:„Das ist unser Land.“

„Die juden wieder mal.....“

„Ihr Deutschland? ?? Hä??? Die Juden wurden doch vertrieben und jetzt nehmen die such das recht raus es ihr Deutschland zu nennen? ?? Das Saft doch schon der Name oder ? DEUTSCHLAND NICHT Juden Land UND Nicht multikultiland!!!“

„Die letzte, die übrig geblieben ist von den Hexenverbrennungen!!! Sowas erschreckt kleine Kinder und sollte verboten werden ohne Burka rumzulaufen...bitte eine Ausnahme Regelung!!!“

In einem Weiteren Post wird gegen Anton Hofreiter gehetzt.

Ich trete noch ein paar Gruppen bei und stelle Freundschaftsanfragen.

Tag 7: Plüscheinhörner

Ich bin beliebt!

Ich habe ja so viele Freundschaftanfragen bekommen. Wow. Ich beantworte natürlich alle. Ich habe jetzt 35 Freunde. Ohne eine einzige Person zu kennen.

Und das posten die so:

- Ein Hund pinkelt gegen ein Merkel-Plakat.

- Ein Spendenaufruf für ein Auto. Es starb tapfer.

„Heute wurde während einer Demonstration in Halle/Saale das Auto von unserem treuen und aufopferungsvollen Kameraden R. von Linksfaschisten in Brand gesteckt und somit ein Totalschaden verursacht.

Fast jede Region und jedes Bundesland hat bereits R. seine Unterstützung erfahren, er scheute keine Kilometer, um uns ALLE zu unterstützen, egal ob ganz oben im Norden, ganz weit in Westen oder ganz unten im Süden, R. war immer zur Stelle.

Jetzt braucht R. unsere Unterstützung, wir fordern jedes Bundesland, jede Region und jede Gruppe dazu auf, sich mit einer kleinen finanziellen Spende zu beteiligen, so wie wir alle R. immer gebraucht haben, braucht R. jetzt uns!

Einer für ALLE, ALLE für einen! Nationale Solidarität leben!

Spenden Bitte an:

Die Rechte Kreisverband Halle/S. [Kontodaten entfernt]“
 

- Der A. sammelt Spenden unter der Aktion „Ein Volk hilft sich selbst“ Er postet ein Bild mit Kuscheltieren und dem Aufruf: Such den Chihuahua. Sollte er tatsächlich ein netter Mensch sein?

- Irgendjemand veröffentlicht ein Foto von Hitler mit dem Spruch „Morgen Wochenende? Klingt nach Voll-Gas“

- Wow, A. hat auch Spielzeuglaster und Plüscheinhörner gesammelt.

- Es gibt Fotos, wie Leute Spielzeug verteilen. „Demonstration "Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder" in Hermsdorf“

- Mein Freund E. kennt die Wahrheit über die Juden:

„Und eben die Rothschilds sind doch aus dem Kreis der Juden.
Ich persönlich denke, dass die genau wissen, was gerade geschieht!
Kurz gesagt:
Deutsche bzw. weiße Rasse vernichten um den bei manchen niedrigen IQ durch Vermischung noch mehr zu senken, um eben eine Art Arbeitersklavenrasse zu züchten. Dann können die Geldmagnaten sich als Herrenrasse aufspielen.“

- Ok, ich fand A. tatsächlich kurzfristig nett. Aber jetzt bezeichnet er Göttingen als „antideutsche Kloake“.

- Ich trete drei Gruppen bei.

Tag 8: „Fickt euch Nigger! Fickt euch Syrier!“

Nach Krawallen in Bautzen:

Mein neuer Freund J. ist möglicherweise ein Neonazi aus Spanien. Er schickt mir ganz viele Videos per Messenger.

K. ist offenbar schlecht drauf. Er schreibt:

„Fickt euch Nigger! Fickt euch Syrier! Fickt euch wixxer die in Deutschland wohnen und alles in den Arsch geschoben bekommen! Fickt euch Politiker die den Alliierten zu Füßen liegen, ich hasse euch alle und ich werde erst mit dem Hass aufhören wenn ihr es verdient und versucht deutsch zu denken! Wir deutschen werden unser Land nicht überlassen und wir werden dafür kämpfen und siegen! Ob arisch oder nicht, deutsch sein bedeutet zu denken, zu handeln und zu merken was los ist und nicht den Arsch zu zukneifen! Lebt unser Deutschland !!!“

Jemand hat einen Artikel vom Trutzbauer Boten gepostet. Rudolf Hess, Sein Opfer ist unser Auftrag. http://trutzgauer-bote.info/2015/04/26/rudolf-hess-sein-opfer-war-und-ist-unser-aller-auftrag/

Ich möchte mal selbst was posten. In Bautzen haben sich Flüchtlinge und Rechte Krawalle geleistet. Ich poste den Link zu Spiegel Online und frage: „Was denkt ihr darüber?!?“

Ich wurde von B. zu einer Veranstaltung eingeladen: Machen wir den Niggern und Moslems Dampf unter dem Hintern

Das Titel-Foto zeigt eine Schussszene aus dem Titelmusikvideo von James Bond.

„Ich habe einige heftige DIN A4 Flyer erstellt, die aggressiv Moslems und Nigger zur Heimreise auffordern. Ladet die Flyer herunter und speichert sie auf eurem PC.

Legt ein neues Facebookprofil an und schickt diese Bilder den Moslems und Niggern. Erzeugen wir Unruhe, erzeugen wir Angst.

Bitte verwendet einen anonymen Proxyserver“, heißt es auf der Seite.

Eigentlich wollte ich eher als stille Zeugin in den Netzwerken unterwegs sein. Allerdings enthalten die „Flyer“ und die Veranstaltungsbeschreibung Aufrufe zu Gewalt bzw Cybermobbing. Sie zeigen unter anderem einen arabisch aussehenden und einen schwarzen Mann und darunter einen Galgen mit Strick.

Ich melde die Veranstaltung bei FB und beim LKA.

Diesen Post von K. verstehe ich nicht:

„Ich muss mal haus Besuch machen Beine Zecke

[14.9. 22:41] ‪+49 [Handynummer]: Ort: sietzsch
Plz: 06188
Stadt :landsberg
[14.9. 22:43] ‪+49 [Handynummer]: Straße [Adresse]

„Hau auch n Gruß von mir mit rein“, kommentiert jemand.

O. schreibt: „Kameraden und Kameraden wacht auf wie lange sollen wir das noch an sehen wie unser geliebtes vaterland zu Grunde geht wir müssen uns alle zusammen schließen von den verlogenen Politiker und unsere Frauen und Kinder schützen von dein scheiss Migranden“

D. hat mein Wolfsfoto geteilt und „Wuff“ darüber geschrieben. Ich antworte: „Grrrr.“

Tag 9: „Was wäre, wenn ich plötzlich verschwunden bin… wer würde nach mir suchen?!“

Alle lieben mein Wolfsfoto! „Tolles Bild“, kommentiert jemand. Ich antworte: „Danke, ist ein Selfie ;-)“

A. teilt ein Live-Video. Ich höre mir das an. Er sächselt sehr, ich verstehe ihn trotzdem.

 „Widerstand muss kontinuierlich stattfinden.“

„Die Leute stehen Gewehr bei Fuß“

„Antideutsch versiffte Schreihälse“

Er beruft sich außerdem auf das „Notwehrrecht des deutschen Volkes“

„Auch herausgekarrte, teils bezahlte“ Demonstranten seien nicht willkommen.

Auch A. äußert sich zu Bautzen.

„Liebe Freunde !

An manchen Tagen steht das Telefon ebenso wenig still, wie Dickdarmpirat Volker Beck, wenn er Cyrstal will

Die Vorfälle in Bautzen bewegen ganz Deutschland und deshalb gilt es den Protest dahin zu tragen wo er hingehört. So konnten wir mit unseren Mitstreitern von den Sachsen Demonstrationen und treuer Unterstützung von Thügida eine Kundgebung für den morgigen Freitag auf die Beine stellen. Ein großer Dank geht in dieser Hinsicht an das Organisationstalent F. und an alle weiteren Helfer.

Auch die Medien bekundeten mal wieder ihr Interesse an unserer Bürgerinitiative, so gab es unter anderem von Reuters TV Anfragen. Eventuelle Interviews werden aber nur bewilligt, so fern wir diese mitfilmen dürfen.

Von der Spendenfront gibt es ebenfalls neue Nachrichten. Neben Kinderwagen, Kindersitzen und Kuscheltieren; die wir am heutigen Tag erhielten, sind wir jetzt auch bei der Lagerraum Beschaffung einen Schritt weitergekommen. Beste Grüße gehen in dieser Hinsicht nach Zwickau und Leipzig

Ein Dank geht auch zu den fleißigen Helfer an der Versteigerungsfront. Die erwähnten Biertrucks werden nun versteigert und der Erlös in Lebensmittel für unsere Sammelaktion investiert.

In der nächsten Woche starten wir dann unsere Wir lieben Sachsen & Thügida Herbstoffensive.

Es gibt also viel zu tun, packen wir es an !“

G. ist so nett: „Ein Bild mit zwei Mäusen und einer virtuellen Umarmung für alle, die einsam sind.“

Em. repostet von der Seite „Depressionen und Selbstverletzung“: „Was wäre, wenn ich plötzlich verschwunden bin… wer würde nach mir suchen?!“

Mehrere schreiben „ich“ darunter. Mit Smiley.

Und auch K. fragt: „Wen nicht Wer auch nicht schlimm Würde mich jemand vermissen wenn ich jetzt nicht mehr da wäre ? Kopiere das in deinen Status und schaue wer dich vermissen würde

Irgendwie ist viel Wut und Einsamkeit auf meiner Pinnwand...

Tag 10: „Gruß zur schwarzen Sonne!!!“

Ich schaue jetzt häufiger rein, denn es passiert im er mehr. Ich habe drei neue Freundschaftsanfragen!

I. schreibt mich auf Französisch an. „Coucou je suis désole ont ne connais pas mais facebook ma suggerer des amis“

Ich schreibe „Hallo“ zurück.

Hm. Dafür mag ich meine Handynummer nicht hergeben: E: „Moin Kameraden,
Suche noch nette Leute für meine nationale Whats App Gruppe.Wer gerne unter Gleichgesinnten ist und schreibt,der schreibt mich bitte privat an!!Füge ihn oder sie gerne der Gruppe zu!!
Gruß zur schwarzen Sonne!!!“

Mal gucken ob der NPD-Ratsherr aus NMS meine Freundschatsanfrage annimmt…

Posts in der Gruppe Patrioten Kiel:

O: „In einer Zeit, in der die meisten Frauen keine Kinder mehr kriegen, aber Party um Party feiern - da kann ich nichts mehr respektieren, als eine deutsche Mutter! Mein ganzer Respekt gilt Euch! Ihr glaubt nicht, wie sehr mein Herz aufgeht wenn ich Euch den Kinderwagen durch die Stadt schieben sehe Wenn ihr mit Euren Kindern an der Hand die Straße überquert... ihr seid die wahre Hoffnung unserer schönen Nation, aber werdet in dieser Schweine-Republik so schändlich missachtet :( als Asoziale hingestellt, weil ihr Euch für das Ehrenvollste entschieden habt, wofür sich eine Frau heutzutage entscheiden kann und auf die "Karriere" pfeifft! Kaum etwas gibt mir mehr Zufriedenheit, als deutsche Kinder aufwachsen zu sehen! Und Euch ist das zu verdanken - Wir bedanken uns bei Euch für all die Tapferkeit in dieser dreckigen Zeit! Was ihr tut, ist heroisch!“

D:

„1. GEDENKE, DASS DU EIN DEUTSCHER BIST
Alles was Du bist, bist Du nicht aus eigenem Verdienst, sondern durch Dein Volk. Darum denke bei allem, was Du tust, ob es Deinem Volk förderlich ist. Gemeinnutz geht vor Eigennutz.

2. DU SOLLST NICHT EHELOS BLEIBEN
Alle Eigenschaften Deines Körpers und Geistes sind vergänglich. Sie sind ein Erbe, ein Geschenk Deiner Vorfahren. Sie leben in Dir in ununterbrochener Kette weiter. Wer ohne zwingenden Grund ehelos oder kinderlos bleibt, unterbricht diese Kette der Geschlechter. Dein Leben ist nur eine vorübergehende Erscheinung, Sippe und Volk sind ewig. Geistiges und körperliches Erb-Gut feiert in den Kindern Auferstehung.

3. HALTE DEINEN KÖRPER REIN
Du bist, was Du bist, nur einmal vorhanden. Was Dir an Gesundheit von reinen Eltern geboren, verliehen, erhalte es, um Deinem Volk dienen zu können.

4. DU SOLLST GEIST UND SEELE REIN ERHALTEN
Halte Geist und Seele rein von allem, was Dir innerlich fremd ist, was Deiner Art zuwider ist, was Dein Gewissen Dir verbietet. Aussicht auf Geld und Gut, Aussicht auf schnelleres Fortkommen, Aussicht auf Genuß verleiten gar oft dazu, dies zu vergessen.

5. WÄHLE ALS DEUTSCHER NUR EINEN GATTEN GLEICHEN ODER NORDISCHEN BLUTES
Wo Eigenschaft zu Eigenschaft paßt, herrscht Gleichklang. Wo ungleiche Rassen sich mischen, gibt es einen Mißklang. Mischungen nicht zueinander passender Rassen führen im Leben der Menschen und Völker zu Entartung und Untergang. Desto schneller, je weniger die Rasseneigenschaften zueinander passen. Hüte Dich vorm Niedergang, halte Dich vom Minderwertigen fern! Glück ist nur bei Gleichgearteten möglich.“

Ich versuche mal ein paar Freundschaftsanfragen bei den Patrioten Kiel…

Zum Beispiel: F., „Heizer bei KZ Dachau in der nationalsozialistischen arme“

Ich schreibe in die Gruppe Neumünster wehrt sich:

„Moin zusammen! Ich hatte gehofft, dass ich hier mehr aus Neumünster und Schleswig-Holstein lese. Stattdessen finde ich zwischen den Meldungen aus Bautzen und Aschaffenburg kaum etwas aus der Region (außer die Sandfänge in der Schwale)...“

Tag 11: „Um Die Deutschen und Ihre Alte Kultur Zu Vernichten Und Auszulöschen!!“

… so viele neue Freunde!

W.: „Wir Etwas Ändern!! Auch Bei Uns Im Land Haben 70 Jahre Umerziehung und Geschichtslügen Große Früchte Getragen!! Mann Siehe Gutmenschen, Linke, Antifa usw.!! Jedoch Für Die Jenen Die es Immer Noch Nicht Begriffen Haben!! Die Weltpest Nr.1 Bleibt Früher Wie Heute Das Weltfinanzjudentum!! Zwei-Drittel des Gesammten Weltkapitals Unterliegt Ihnen und Ihrer Verwaltung!! Selbst Nostradamuß der Vor Über 500 Jahren Lebte Sagte: Sie Werden Übers Meer Kommen Wie Die Heuschrecken und Euer Land Vernichten!! Der Gute Mann Sollte Recht Behalten!! Jetzt Gerade Läuft Der Plan Ab!! Und Der Wird Von Der Weltpest Finanziert!! Um Die Deutschen und Ihre Alte Kultur Zu Vernichten Und Auszulöschen!!“

Tag 12: „Ihr wisst alle das es ne Zecke ist aber 111 gemeinsame Freunde.“

Sperrungen kommen immer wieder vor und sie kommen trotzdem immer wieder.

L.: „Guten Morgen meine lieben Freunde war gesperrt Grade eben geht es wieder habe geteilt und gepostet deswegen wurde ich gesperrt wenn es jemand was nicht passt geht auf pn und schreibt es mir so fair sollte man sein an die Leute die anfrage schicken wollen schaut vorher in mein Profil an die Leute die mich gemeldet haben geht aus meiner liste werde jetzt gewaltig meine Liste aufräumen danke liebe grüße l.

Alex mal wieder: „Kurzbezeichnung für: Volksverräter, Drogensüchtige, Inzestbefürworter, Kinderpornokonsumenten, Sex-Killer, Sodomieanhänger, Deutschlandabschaffer, Kriegstreiber und Unterstützer krimineller Vereinigungen ?

Antwort: BRD-Demokraten“

Und direkt danach zeigt er Bilder seiner Spenden-Aktion „Wir für Leipzig.“

T. postet ein Bild mit einem Flugzeug, das auf die Kaaba stürzt, und dem Wort „Payback“ darüber.

A.: „Wenn ich die Zeit finde lösche ich alle die mit t. befreundet sund ohne Rücksicht auf Verluste. Ihr wisst alle das es ne Zecke ist aber 111 gemeinsame Freunde. Und er hat mindestens acht accounts.“

Ich muss so viele Freundschaftsanfragen beantworten. Es nervt langsam. Warum wollen so viele mit einem niemand befreundet sein?

Tag 13: RIP, kleiner Facebook-Fake-Nazi

Aus Sicherheitsgründen wurde mein Konto gesperrt…

Christian war nicht in der Lage, seine „Freunde“ auf Fotos wiederzuerkennen. RIP, kleiner Facebook-Fake-Nazi

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erstellt am 21.Jan.2017 | 06:30 Uhr

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