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„Chancenspiegel“ : Überdurchschnittlich viele Schulabbrecher in Schleswig-Holstein

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7,6 Prozent hatten nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote nur bei 5,8 Prozent.

Kiel/Gütersloh | Die Zahl der Schulabbrecher in Schleswig-Holstein ist gegen den Bundestrend wieder leicht angestiegen. 2014 hatten im nördlichsten Bundesland 7,6 Prozent der Schulabgänger nicht einmal einen Hauptschulabschluss. 2013 waren es 7,3 Prozent, und in den Jahren 2009 bis 2012 lag der Wert weitgehend konstant bei rund 7,0 Prozent. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten „Chancenspiegel“ der Bertelsmann-Stiftung hervor. Im Bundesdurchschnitt sank der Anteil aller Schüler ohne Abschluss seit 2011 von 6,2 auf 5,8 Prozent (2014).

Diese Grafik zeigt, wo Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern steht:

 

Eines der Hauptprobleme im gesamten deutschen Schulsystem ist mangelnde Chancengerechtigkeit für junge Ausländer. Inzwischen sei das Risiko eines Abbruchs, ohne zumindest den Hauptschulabschluss zu erreichen, für Jugendliche mit ausländischem Pass etwa doppelt so hoch wie für ihre deutschen Mitschüler. In Schleswig-Holstein liegt die Quote bei 14,9 Prozent (Bundesschnitt 12,9 Prozent).

Im Vergleich zu anderen Bundesländern wechseln in Schleswig-Holstein zudem weniger Grundschüler auf ein Gymnasium. Zwar hat sich die Quote erhöht, das Land gehörte 2014 der Studie zufolge aber dennoch zur Gruppe mit dem niedrigsten Anteil an Wechseln. Demnach gingen in dem Jahr 40,7 Prozent der Schüler in Schleswig-Holstein nach der Grundschule auf ein Gymnasium (2012: 39,3 Prozent). Der Bundesdurchschnitt lag 2014 bei 44,0 Prozent (2012: 42,9 Prozent). Sehr gute Ergebnisse erzielte das Land hingegen erneut beim gemeinsamen Lernen.

Im Schuljahr 2014/15 besuchten demnach 63,4 Prozent aller Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine allgemeine Schule (Bundeswert: 34,1 Prozent).

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erstellt am 01.Mär.2017 | 12:55 Uhr

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