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Schleswig-Holstein

30. September 2016 | 13:45 Uhr

Bekannt als „White Pearl“ : Schwimm-Prüfung: Segeljacht „Sailing Yacht A“ dockt in Kiel aus

vom

Die futuristische Milliardärsjacht mit den drei Masten schwimmt bei einem Ausdock-Manöver auf der Kieler Förde.

Kiel | Die Segeljacht „Sailing Yacht A“ ist am Freitag für eine kleine Probefahrt auf der Kieler Förde ausgedockt worden. Schon länger wurde das Mega-Schiff auf der Werft von „German Naval Yards“ auf das Manöver vorbereitet. Ein Grund dafür war nach dpa-Informationen ein Wendemanöver der knapp 143 Meter langen „Sailing Yacht A“ im Hafen.

Die riesige Yacht wird seit vier Jahren in Kiel gebaut. Das Projekt wurde jahrelang geheimgehalten. Seit dem vergangenen Jahr ist das Schiff jedoch zu groß, um es zu verstecken. Die Kieler gaben ihm den Namen „White Pearl“ - inzwischen ist das Schiff aber grau.

Ein Schlepper zog den Dreimaster mit silberner Lackierung Freitagmittag aus dem Dock 8 der Kieler Werft. Laut der Zeitschrift „Boat International“ verfügt es später über eine Crew aus bis 54 Männern und Frauen. Besonderheit: eine Unterwasser-Panorama-Lounge.

Zeigte bis Freitagmorgen noch der Bug gen Wasser, sehen Schaulustige vom Fördeufer nun das Heck des Schiffs, samt einem großen „A“.

Der Flensburger Schiffbauexperten Holger Watter verfolgt die Entwicklung mit Interesse. „Ein Schiff ist ein hochkomplexes System. Es schwimmt auf dem Wasser und lebt in gewisser Weise auch auf dem Wasser“, sagte der Vorstand des maritimen Clusters Norddeutschland der Deutschen Presse-Agentur. Für eine erste Probefahrt war das Segelschiff vor einem Jahr - im September 2015 - zu Wasser gelassen worden.

Damals sei es erfahrungsgemäß vor allem um die Dichtigkeit des „hoch komplexen Schiffes“, gegangen, sagte Watter. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht der erste Stresstest auf See voraussichtlich Anfang Oktober an. Die Werft selbst äußerte sich nicht zu der anstehenden Probefahrt des Schiffs.

Die Masten der „Sailing Yacht A“ kannten die Kieler schon.
Die Masten der „Sailing Yacht A“ kannten die Kieler schon.

Als Auftraggeber des keilförmigen Dreimasters mit futuristischem Design gilt der Milliardär Andrej Melnitschenko. Der Russe hatte sich Ende August persönlich über den Baufortschritt erkundigt. Die Rendsburger Werft Nobiskrug in Kiel baut für ihn das Schiff der Superlative - bereits seit mehr als vier Jahren..

Das Schiff ist laut der Zeitschrift „Boat International“ knapp 143 Meter lang und fast 25 Meter breit. Der Neubau wäre damit deutlich größer als der mit 117 Metern Länge größte „Windjammer“ der Welt, die „Sedov“ aus Russland. Die Masten des Neubaus sind etwa 90 Meter hoch. Zum Vergleich: Der Großmast des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ bringt es auf rund 45 Meter.

Die Mega-Segelyacht „Sailing Yacht A“.
Die Mega-Segelyacht „Sailing Yacht A“. Foto: Carsten Rehder

Watter verweist auf die vollautomatischen Segel des Neubaus. „Das ist schon Spitzentechnologie.“ Hinzu kommt: Meist müssten die Schiffe auf tropische Temperaturen wie auch auf kältere Umgebungen ausgelegt sein. „Im Bereich der Mega-Yachten haben die Eigner extreme Wünsche.“ Das trifft auch auf die Kieler Yacht zu. Sie verfügt laut dem Magazin über Garagen für vier Beiboote und ein U-Boot.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 15:00 Uhr

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