zur Navigation springen

Schleswig-Holstein

26. März 2017 | 11:29 Uhr

Weltneuheit : Schlafen bei Mondlicht und Meeresrauschen: In SH gibt es die ersten Schlafstrandkörbe

vom

Schleswig-Holsteiner und Touristen können ab heute an sechs Stränden in SH einen der acht Schlafstrandkörbe mieten und eine Nacht unter dem Sternenhimmel verbringen.

Kiel | Eine Nacht am Strand ist eine romantische Vorstellung: Sternenhimmel, Mondschein, Wellenrauschen und Einsamkeit. Scheitern könnte die Romantik-Nacht allerdings an Regen, Kälte und Rückenschmerzen. An sechs Orten an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste kann man jetzt ganz komfortabel eine Nacht am Meer verbringen - in einem Schlafstrandkorb. Ab Freitag können die acht Deluxe-Camping-Möglichkeiten gebucht werden.

Das Projekt Schlafstarndkörbe richtet sich vor allem an Touristen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Norden. 2015 wurden 27 Millionen Übernachtungen registriert.

Von den Maßen her ähneln die Schlafstrandkörbe einem normalen Doppelbett. Die sind 1,30 Meter breit und 2,40 Meter lang, zu zweit darin liegen dürfte also kein Problem sein. Und wenn es regnet, wird es kuschelig und vielleicht sogar noch romantischer: Der Strandkorb lässt sich schließen, er hat Fenster und ist wind- und wasserfest.

<p>Und wenn es regnen sollte, wird das Dach zugeklappt. Den Strand kann man durch die Bullaugen trotzdem sehen.</p>

Und wenn es regnen sollte, wird das Dach zugeklappt. Den Strand kann man durch die Bullaugen trotzdem sehen.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Verantwortlich für das Projekt sind Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, die Stiftung Mensch, der Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. und die Feldmann+Schultchen Design Studios. Die Geschäftsführerin des OHT, Katja Lauritzen, möchte Schleswig-Holsteinern und Touristen die Möglichkeit geben, den Strand auf eine neue Art zu erfahren. Vorgestellt wurde die Idee des Schlafstrandkorbs schon im März auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin.

Bald sollen aus den acht Schlafstrandkörben noch mehr werden, im Sommer startet die Serienproduktion. Zukünftig sollen die Schlafstrandkörbe dann im ganzen Land zur Verfügung stehen. Produziert werden sie nach Ideen des Design Studios in einer Werkstatt der Stiftung Mensch in Meldorf. Ein Exemplar kostet in der Herstellung 5.950 Euro.

Bisher gibt es die Schlafstrandkörbe in Eckernförde gleich zweimal, am Weissenhäuser Strand, auf Fehmarn, in der Lübecker Bucht, in Travemünde und in Timmendorfer Strand und Niendorf.

Die Preisspanne für eine Nacht im Schlafstrandkorb ist relativ groß, die Preise bewegen sich zwischen 15 und 95 Euro. Das soll sicherstellen, dass für jedes Komfortbedürfnis und jedes Urlaubsbudget ein Angebot dabei ist. Günstig ist es, Bettwäsche und Verpflegung selbst mitzubringen und die Endreinigung selbst zu übernehmen. Zusätzlich zur Übernachtung lässt sich noch vieles hinzubuchen. Strandkorbgäste können zum Beispiel auf Fehmarn Schlafsäcke, Handtücher, Taschenlampe und Zahnbürsten bekommen oder Sekt, Obst, Waffeln, ein 3-Gänge-Menü, Frühstück oder Saunabesuche dazubuchen. In Lübeck sind Sauna und Frühstück direkt im Übernachtungspreis von 85 Euro inbegriffen, in Travemünde kann sich, wer möchte, für ein Strandfrühstück oder ein Mondscheinpicknick entscheiden. Am teuersten ist es in Timmendorfer Strand oder Niendorf, hier liegt der Festpreis bei 95 Euro pro Strandkorb. Dafür gibt es aber auch Frühstück, Decken, Kissen, Laken und ein Betthupferl inklusive.

<p>An einigen Standorten kann man die Verpflegung zum Strandkorb dazu buchen.</p>

An einigen Standorten kann man die Verpflegung zum Strandkorb dazu buchen.

Foto: Carsten Rehder/dpa

Bezogen werden können die Schlafstrandkörbe um 17 Uhr nachmittags, Check-Out ist um 10 Uhr morgens. Gebucht werden können die Nächte im Schlafstrandkorb hier.

Ob man im Schlafstrandkorb wirklich komfortabel liegt und wie romantisch eine Nacht am Strand ist, können Sie nächste Woche bei uns lesen. Unsere Redakteurin wird in einem Eckernförder Schlafstrandkorb „probeschlafen“.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Jun.2016 | 16:06 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen