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Schleswig-Holstein

03. Dezember 2016 | 20:48 Uhr

Nord-Grüne : Robert Habeck: Vielleicht bleibt er doch als Minister in SH

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Habeck will Spitzenkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl werden. Doch was passiert, wenn er scheitert?

Kiel | Führende schleswig-holsteinische Grünen-Politikerinnen plädieren dafür, dass ihr Parteifreund Robert Habeck nach der kommenden Landtagswahl Energie- und Umweltminister in Kiel bleiben soll, falls er den Kampf um die Spitzenkandidatur der Grünen für die Bundestagswahl 2017 verliert. „Ich halte Robert für einen sehr guten Energie- und Umweltminister und würde mich freuen, wenn er dann weitermacht“, sagte Landtagsfraktionschefin Eka von Kalben dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z). Die Grünen könnten „froh sein, wenn er seine Arbeit weiter in dieses Land steckt“.

Auch die grüne Kieler Finanzministerin Monika Heinold erklärte, unabhängig vom Ausgang des von der Partei geplanten Mitgliedervotums zur Spitzenkandidatur im Bund würde sie „sich freuen, wenn Robert Habeck weiterhin an verantwortungsvoller Stelle Politik“ mache. „Es wäre ja schade, wenn ein so talentierter Politiker uns Grünen verloren ginge – nur weil er den Mut hat, Neues zu wagen“, sagte Heinold.

Wie von Kalben erklärte, stellen sich ihre Landtagsfraktion und Partei zwar darauf ein, dass Habeck die Urwahl zur Spitzenkandidatur gewinnt und nach Berlin geht. „Aber falls es nicht klappen sollte, würden wir es begrüßen, wenn er bliebe“, sagte von Kalben. Nach der Urwahl im Dezember und Januar sei „ja noch etwas Zeit, bis im Land die neuen Ministerposten zu vergeben sind“. Die Landtagswahl findet vier Monate nach dem Mitgliedervotum statt, am 7. Mai.

Die Grünen haben dabei gute Chancen, weiter mitzuregieren – entweder in einer erneuten Koalition mit SPD und SSW oder mit der CDU. Zwar hat Habeck auf eine Kandidatur für den Landtag ausdrücklich verzichtet. Doch muss ein Minister in Schleswig-Holstein auch keinen Parlamentssitz haben.

Habeck selbst antwortete erst Anfang dieser Woche auf die Frage, was er im Falle einer Niederlage bei der Urwahl täte, dass seine Zukunft dann „offen“ sei. Er deutete aber die Möglichkeit an, in der Politik zu bleiben: „Stand heute würde ich wahrscheinlich nach einer kurzen Phase des Berappelns schauen, wo ich mich weiter engagieren kann.“ Allerdings trete er an, um die Urwahl zu gewinnen.

Bei der Mitgliederbefragung zur Spitzenkandidatur gilt Habeck als Außenseiter. Der Kieler tritt gegen Bundesparteichef Cem Özdemir und Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter an. Um die Position der weiblichen Spitzenkandidatin bewirbt sich bisher nur Hofreiters Co-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 12:56 Uhr

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