zur Navigation springen

Politik

05. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

Polizei in SH : Zeugen filmen Attacke auf Polizisten, Stefan Studt fordert mehr Respekt

vom

Ein 20-Jähriger hat einen Beamten am Wochenende schwer verletzt. Der Fall entfacht eine neue Diskussion über die Sicherheit der Polizisten.

Kiel | Den brutalen Angriff auf einen dabei schwer verletzten Polizisten in Kiel haben nach Angaben der Polizei etwa 30 Schaulustige verfolgt. Dabei solle die Attacke auch mit Smartphones gefilmt worden sein, teilte die Polizei am Dienstag mit. Auf die Aussagen der Zeugen und deren Videoaufnahmen seien die Ermittler nun angewiesen.

Ein 37 Jahre alter Polizei-Obermeister war in der Nacht zum Sonntag im Stadtteil Gaarden bei einer Kontrolle aus einer aggressiven Gruppe heraus von einem Mann unvermittelt geschlagen worden. Er erlitt dabei einen mehrfachen Nasenbruch, einen Bruch der Augenhöhle, einen Jochbeinbruch und einen Bänderriss am Fuß. Als Tatverdächtiger wurde ein 20-Jähriger ermittelt. Gegen dessen 21 Jahre alten Bruder läuft ebenfalls ein Verfahren.

Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) verlangte eine gesellschaftliche Debatte über mehr Respekt. Es müsse darüber gesprochen werden, wie man sich gegenüber Rettungskräften oder Polizisten zu verhalten habe, sagte Studt am Dienstag in Kiel.

Schärfere Gesetze würden nach Ansicht des Ministers nichts bewirken: „Strafverschärfungen haben zu null Veränderungen im Täterverhalten geführt.“ Der Paragraf 113, der im Strafgesetzbuches Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte regelt, sei im Jahr 2011 verschärft worden.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Aug.2016 | 16:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert