zur Navigation springen

Politik

08. Dezember 2016 | 07:07 Uhr

Brief an de Maizière : Studt will vom Bund wissen: Wie viele Flüchtlinge kommen noch?

vom

Die Flüchtlingszahlen sinken - aber bleibt das auch so? Stefan Studt fordert eine genaue Prognose.

Kiel | Angesichts gesunkener Flüchtlingszahlen verlangt Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) vom Bund eine verlässliche Prognose für die künftig benötigten Unterbringungs- und Betreuungskapazitäten.

Bund und Länder müssten sich auf die wahrscheinlichsten Szenarien einigen, heißt es in einem Schreiben an Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Kanzleramtsminister Peter Altmaier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Man dürfe nicht sehenden Auges unvorbereitet in eine zweite Flüchtlingswelle im sechs- oder siebenstelligen Bereich stolpern, auf die man nach den Erfahrungen des Vorjahres hätte vorbereitet sein müssen. Aber die Gesellschaft erwarte auch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Allgemeinheit.

Zuvor hatte Studt aktuelle Flüchtlingszahlen für Schleswig-Holstein bekanntgegeben. Nach Angaben des Innenministeriums kamen im April 568 Asylsuchende und damit 460 weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Schon im März war die Zahl im Vorjahresvergleich deutlich gesunken.

Als Grund für die Rückgänge gilt die Schließung der sogenannten Balkanroute. Mit den sinkenden Flüchtlingszahlen hat sich auch die Auslastung der Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes stark verringert. Von fast 11.600 Plätzen waren zum Stichtag 2. Mai nur gut 2000 belegt. Das entsprach einer Quote von 18 Prozent. Deshalb wurden einige Flüchtlingsunterkünfte, die übergangsweise eingerichtet worden waren, wieder geschlossen - zuletzt der Standort Putlos.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen