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Politik

10. Dezember 2016 | 13:52 Uhr

Wahlkampf zur Landtagswahl 2017 : Ralf Stegner: Das wird „außerordentlich schwierige Auseinandersetzung“

vom
Aus der Onlineredaktion

Die SPD will früh mit dem Wahlkampf beginnen - und setzt auch auf die sozialen Netzwerke.

Kiel | Früher als bei vorangegangenen Auseinandersetzungen will Schleswig-Holsteins SPD in den Landtagswahlkampf 2017 starten. „Das wird eine außerordentlich schwierige Auseinandersetzung für uns“, sagte SPD-Landeschef Ralf Stegner.

In Schleswig-Holstein wird erst im kommenden Jahr gewählt. Dennoch laufen sich die Parteien bereits warm – mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Der Ausgang der Wahl ist noch völlig ungewiss.

Bereits nach der Sommerpause wolle die SPD loslegen. Im November will die Partei Ministerpräsident Torsten Albig erneut als Spitzenkandidaten nominieren, im Januar soll die Liste folgen. „Unser Wahlkampf steht im Grunde schon“, sagte Stegner. Größte Herausforderung im Wahlkampf werde die Mobilisierung. „Das wird nur gehen mit einer großen Kraftanstrengung, wir verlassen uns nicht auf die gute Bilanz der Küstenkoalition.“  Einen Überblick über die Parteien können Sie hier nachlesen.

Entscheidend für eine Fortsetzung des harmonischen Bündnisses mit Grünen und SSW werde das Abschneiden der AfD. „Wir werden mit aller Macht verhindern, dass die Rechtspopulisten in den Landtag kommen oder gar ein zweitstelliges Ergebnis erzielen. Denn dann werden progressive Mehrheiten schwierig.“ Stegner zeigte sich zuversichtlich, dass die Partei den Bundestrend im nördlichsten Bundesland brechen werde. „Mein Ziel ist, dass die SPD stärkste Partei in Schleswig-Holstein wird“, sagte er.

Vorrangiges Ziel sei die Fortsetzung des bisherigen Bündnisses. „Wir wollen die Themen der Alltagsgerechtigkeit wie die Befreiung der Eltern von den hohen Kitagebühren in den Mittelpunkt stellen“, sagte Stegner. Dieser Punkt sei bei Gesprächen mit den anderen Parteien unverhandelbar.

Die Schleswig-Holsteiner wählen am 7. Mai ein neues Parlament und damit eine Woche vor Nordrhein-Westfalen. Das sind die beiden letzten Wahlen vor dem Bund. „Wir können zeigen, dass man in Deutschland sehr wohl eine Mehrheit für progressive Politik bekommen kann und Schleswig-Holstein dafür ein gutes Beispiel ist“, sagte Stegner. Die Kieler Koalition sei wegen der inhaltlichen Nähe aber auch „ein stabileres Dreierbündnis als anderswo“.

Der Fraktionschef geht davon aus, dass der kommende Wahlkampf deutlich kostspieliger wird als vorangegangene Auseinandersetzungen. 2012 hatte die SPD etwa eine Million Euro investiert. Eine Materialschlacht werde es nicht geben. „Wir werden nicht prassen können“, sagte Stegner. Die Partei zahle noch immer die Kosten für die drei Wahlkämpfe zwischen 2005 und 2012 ab. Die SPD will die Wahl vor allem viral gewinnen. „Wir werden viel in den sozialen Netzwerken machen.“ Einer repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem April zufolge lagen CDU und SPD in der Wählergunst gleichauf bei jeweils 28 Prozent. Das sind jeweils rund zwei Prozentpunkte weniger als 2012.

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erstellt am 13.Aug.2016 | 11:41 Uhr

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