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Politik

25. Juli 2016 | 23:58 Uhr

Friedensbewegung : Ostermärsche in Kiel, Flensburg und Wedel

vom

Der Konflikt in der Ukraine macht den Demonstranten Sorgen: "Krieg kann keine Probleme lösen."

Kiel/Wedel/Flensburg | Mehrere hundert Menschen haben bei den traditionellen Ostermärschen in Schleswig-Holstein gegen Krieg und Waffenhandel demonstriert. Nach Angaben der Polizei gingen am Samstag in der Landeshauptstadt Kiel rund 250, in Wedel rund 200 und in Flensburg etwa 150 Menschen auf die Straße. In Hamburg plant die Friedensbewegung am Montag einen Ostermarsch.

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges stand der Konflikt in der Ukraine im Mittelpunkt der Proteste. "Wir verfolgen mit Besorgnis die Entwicklung in der Ukraine und auf der Krim", sagte der Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig-Holstein (zaa-frieden). Die Antwort auf die Krise müsse in der Diplomatie liegen. "Krieg kann keine Probleme lösen und darf kein Mittel der Politik sein."

Gleichzeitig verwahrten sich die Demonstranten gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und gegen Waffenexporte. "Wir sind entsetzt über die Ankündigung des Thyssen-Krupp-Konzerns (...) sich verstärkt der Produktion von Rüstungsgütern zu widmen." Mit dem Export Kieler U-Boote würden Spannungen in der Welt verschärft.

In Flensburg stand der Ostermarsch unter dem Motto "Aufstehen für den Frieden, Kriege stoppen! Für ein ziviles und soziales Europa!". In Wedel sollten zudem Flüchtlinge der "Lampedusa-Initiative" über Nato-Kriege und ihre Flucht berichten. Beobachtern zufolge waren sie jedoch nicht erschienen.

Bundesweit wurden zu den Ostermärschen mehrere tausend Teilnehmer erwartet. Unter anderem sollte in Berlin, Mainz, Wiesbaden, Düsseldorf und Stuttgart demonstriert werden.

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erstellt am 19.Apr.2014 | 15:14 Uhr

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