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Politik

31. Juli 2016 | 11:25 Uhr

Atommüll nahe Fehmarn? : Kiel kritisiert Dänemarks Pläne für Endlager

vom
Aus der Onlineredaktion

Standort könnte Rødbyhavn auf Lolland nahe Fehmarn werden. Das Kieler Ministerium fürchtet nicht nur um den Tourismus.

Kiel | An dänischen Endlager-Plänen für schwach- und mittelradioaktive Stoffe entzündet sich in Schleswig-Holstein Kritik. Ein Punkt bezieht sich auf die Möglichkeit, das Lager auch für Sonderabfälle wie bestrahlte Brennelemente aus Experimenten zu nutzen, teilte das Energieministerium am Montag mit.

Generell soll das Lager alle dänischen schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus Betrieben und Forschungsaktivitäten aufnehmen. Einer von sechs potenziellen Standorten ist Rødbyhavn auf Lolland nahe Fehmarn.

Gemeinsames Lagern von Brennelementen mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall hätte starke Auswirkungen auf Sicherheitsanforderungen. Das hieß es in einer Stellungnahme des Kieler Ministeriums zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Auch liege Rødbyhavn in der Nähe erheblichen Personen- und Güterverkehrs sowie touristisch genutzter Gebiete. Auf Fehmarn fürchteten viele, dass ein Atommülllager große Einbußen für die Urlaubsregion bewirken würde. Zudem fehlten wichtige Informationen zu Abfalleigenschaften, möglichen Störfällen und zum Transport der Abfälle.

Laut Ministerium schließen die dänischen Dokumente auch nicht aus, dass ausländischer Atommüll über deutsche Straßen nach Dänemark eingeführt werden könnte, damit das Endlager durch Gebühreneinnahmen wirtschaftlicher betrieben werden kann.

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erstellt am 26.Jan.2015 | 17:39 Uhr

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