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Politik

03. Dezember 2016 | 16:49 Uhr

Schleswig-Holstein : In fünf Jahren sollen alle 800 Schulen in SH schnelles Internet haben

vom
Aus der Onlineredaktion

Aktuell verfügen zwölf Prozent der Schulen über schnelles Internet. Auch Landesbehörden sollen daran angeschlossen werden.

Kiel | In fünf Jahren sollen nach dem Willen der Kieler Landesregierung alle 800 Schulen im Land über schnelle Internetanschlüsse verfügen. „Jede Schule bekommt Breitband oberhalb von 50 Megabit pro Sekunde, 70 Prozent davon erhalten Glasfaser-Anschlüsse“, sagte Staatskanzlei-Chef Thomas Losse-Müller am Dienstag. Derzeit haben 12 Prozent aller Schulen einen Glasfaser-Anschluss, mit dem die Datenübertragung mit rund 100 Mbit/s noch schneller möglich ist. Parallel sollen sämtliche Landesbehörden und Dienststellen an das schnelle Internet angeschlossen werden.

Für Schleswig-Holstein ist der Ausbau des Glasfasernetzes von enormer strategischer Bedeutung - auch, weil er Unternehmensansiedlungen begünstigen könnte.

Zu diesem Zweck plant Betreiber 1&1 Versatel den Bau von rund 300 Kilometern neuer Kabeltrassen. Das Unternehmen arbeitet dabei mit 26 regionalen Gesellschaften zusammen. Kommunen und Stadtwerke im Norden verfolgen bereits seit 2008 den Glasfaserausbau in Eigeninitiative. Start des neuen Projekts ist im nördlichsten Landesteil. Regionen, die nicht wirtschaftlich mit Glasfaser-Leitungen versorgt werden können, sollen über alternative Techniken wie Richtfunk an das Breitbandnetz angeschlossen werden.

Schleswig-Holstein investiert derzeit 20 Millionen Euro pro Jahr in das Landesnetz. Aktuell liegt der Glasfaseranteil bei 14 Prozent. „Wir erleben nichts geringeres als eine komplett neue Geografie durch Glasfaser“, sagte Losse-Müller.

Schleswig-Holstein habe eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen, sagte 1&1 Versatel-Geschäftsführer Jürgen Herrnichel. Er bezifferte die Investitionen mit einem mehrstelligen Millionenbetrag. Die Entscheidung für Glasfaser sei richtig. Auf Kupfer-Infrastruktur mit etwas höherer Bandbreite zu setzen, wie es andere Regionen täten, sei lediglich ein Zwischenschritt.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Datendienstleisters Dataport, Johann Bizer, sind an das Landesnetz künftig neben den Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Polizeidienststellen auch alle Schulen angeschlossen.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 16:58 Uhr

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