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Gasförderung : Fracking-Streit: Nord-SPD kritisiert Gabriel

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Strenge Auflagen sind Schleswig-Holsteins Umweltpolitikern nicht genug: Sie fordern Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zum Kurswechsel auf.

Kiel | Die Umweltpolitiker der SPD in Schleswig-Holstein fordern von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Kurskorrektur beim sogenannten Fracking. Gabriels Ankündigung, diese Form der unkonventionellen Gasförderung unter strengen Auflagen zu ermöglichen, sei nicht akzeptabel, erklärte das Umweltforum der Nord-SPD am Mittwoch. Dies würde Fracking weiter Tür und Tor öffnen, kritisierte der Geschäftsführer Eckart Kuhlwein. „Die Umweltpolitiker der SPD Schleswig-Holstein erwarten von der Bundesregierung, dass Fracking in Deutschland grundsätzlich verboten wird.“ 

Die vom Bundesministerium angekündigte Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Verbot in Wasserschutzgebieten seien keine strenge Auflage, sondern eine Selbstverständlichkeit, hieß es weiter. Im Berliner Koalitionsvertrag werde der Fracking-Einsatz zum Aufsuchen und zur Gewinnung unkonventioneller Erdgaslagerstätten abgelehnt. Das Umweltforum der Nord-SPD unterstützte die Position von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), wonach im dicht besiedelten Deutschland eine umweltverträgliche kommerzielle Fracking-Anwendung Wunschdenken sei. Bei dem Verfahren wird Gestein in großer Tiefe mit Hilfe von Chemikalien unter hohem Druck aufgebrochen, um Gas zu fördern. Kritiker befürchten Schäden für die Umwelt.

Im Mai hatten sich auf Antrag Schleswig-Holsteins die Umweltminister von Bund und Ländern gegen eine Zulassung der umstrittenen Gasfördermethode Fracking mit umweltgiftigen Substanzen ausgesprochen. „Endlich bewegt sich die Republik“, sagte der Kieler Umweltminister Robert Habeck damals nach der Umweltministerkonferenz in baden-württembergischen Konstanz.

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erstellt am 18.Jun.2014 | 13:35 Uhr

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