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Politik

23. März 2017 | 13:34 Uhr

Unternehmertag am 28. April : 1000 Unternehmer und Kanzlerin Angela Merkel in Fockbek

vom

In Fockbek spricht die Kanzlerin Ende April beim Unternehmertag. Es geht um die Mittelstandspolitik und um Investitionen in die Zukunft.

Rendsburg | Die Unternehmen im Norden verlangen vom Bund und noch stärker von Schleswig-Holstein eine mittelstandsfreundlichere Politik. Ihre Forderungen wollen sie beim diesjährigen Unternehmertag am 28. April in Fockbek bei Rendsburg auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutern - neun Tage vor der Landtagswahl im nördlichsten Bundesland. Der UV Nord erwartet gut 1000 Unternehmer aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Niedersachsen.

Für Merkel ist das Hobby Wohnwagenwerk in Fockbek kein unbekannter Veranstaltungsort: Sie war dort vor zehn Jahren zum 60. Geburtstag des damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU). Vor ihrem Auftritt werden beim Unternehmertag vor dem Publikum führende Landespolitiker diskutieren. Mit dabei sind CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther, SPD-Fraktionschef Ralf Stegner, Umweltminister Robert Habeck von den Grünen, FDP-Fraktionsvize Christopher Vogt und Jette Waldinger-Thiering vom SSW.

Die Stimmung in der Wirtschaft sei überwiegend gut, aber sie fühle sich nicht verwöhnt von der Politik des Bundes und des Landes, sagte UV-Nord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich am Dienstag in Rendsburg. „Wir sind ausgehungert nach einer mittelstandsfreundlicheren Politik.“ Das gelte etwas für den Bund und ganz erheblich für Schleswig-Holstein. So habe im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und SSW Industriepolitik gar keine Rolle gespielt.

Der UV Nord verlangt mehr Investitionen in Verkehrsbauten, Schulen und Digitalisierung. Jetzt räche sich, dass die Verkehrsinfrastruktur 20 Jahre lang vernachlässigt worden sei, sagte Fröhlich auch unter Hinweis auf die angekündigte Schließung des Standorts Husum beim Windanlagen-Hersteller Senvion. Die schlechte Anbindung belaste besonders die Westküste, wo sich viele Betriebe abgehängt fühlten. Der Unternehmertag steht unter dem Motto „Investitionen in die Zukunft“.

Um für weitere Probleme beim geplanten Fehmarnbelt-Tunnel gewappnet zu sein, müsse die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal im Zuge der A7 von vornherein sechsspurig und nicht wie derzeit vorgesehen vierspurig geplant werden, sagte Fröhlich. Für Flüchtlinge stünden die Werktore der Unternehmen weiterhin weit offen.

Nach der Landtagswahl sollte es aus Sicht Fröhlichs angesichts der Herausforderungen eine stabile und breite Mehrheit im Parlament geben. Mit der Arbeit der großen Koalition in Berlin sei die Wirtschaft „nicht vollständig unzufrieden“, obwohl sie Kröten habe schlucken müssen. Auf ein Zurückdrehen der Agenda 2010, wie es offenkundig SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz wolle, habe die Wirtschaft „nicht sehnlichst gewartet“.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 14:46 Uhr

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