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Schleswig-Holstein

11. Dezember 2016 | 12:50 Uhr

Neues Restaurant : „Peter Pane“ eröffnet in Kiel: Es soll mehr werden als nur Burger

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Lübecker Unternehmen „Peter Pane“ will im Norden weiter expandieren und zusätzlich auch andere Produkte offerieren.

Lübeck/Kiel | Die Edel-Burger-Kette „Peter Pane“ will ihre Expansion in Norddeutschland massiv vorantreiben. Neue Restaurants, neue Standorte und neue Konzepte will Gründer Patrick Junge rund um Brot, Buletten und Salat etablieren. Als nächstes ist Kiel an der Reihe: In der Landeshauptstadt wird am 21. Oktober Eröffnung gefeiert:

 

Die Restaurant-Kette hat noch viel vor. Denn bei Burgern soll es nicht bleiben. Zugleich ist die Offensive des Lübecker Unternehmers symptomatisch für eine ganze Branche. Die Systemgastronomie ist auf dem Vormarsch.

Einst war Patrick Junge größter Systempartner der Edel-Burger-Kette „Hans im Glück“. 30 Restaurants sollte der Spross einer Lübecker Bäckerei-Dynastie in fünf Jahren hochziehen. Doch schon nach wenigen Monaten war bei Hans nicht mehr viel im Glück. Die Partnerschaft zerbrach. Junge ging seinen eigenen Weg, aus „Hans im Glück“ wurde in Norddeutschland „Peter Pane“. Die Burger blieben. „Ich glaube an das Thema Burger“, sagt Junge. „Es ist einfach und bietet trotzdem die Möglichkeit, vielfältig zu sein.“

In Altona entsteht ein Konzept-Store

Doch dabei soll es wohl nicht bleiben. Geht es nach Junge, könnte „Peter“ nämlich schon bald auch andere Produkte bieten. In Hamburg-Altona soll im kommenden Jahr ein Konzept-Store entstehen. Neben Burgern sollen dort dann auch zwei andere Warengruppen angeboten werden. Auf Peter Pane soll der Konzept-Store nicht hören – doch die Marke soll weiterhin im Namen erkennbar bleiben.  

„Es verschiebt sich etwas in der Gastronomie – zugunsten der Systemgastronomie“, sagt Junge. Zahlen des Bundesverbands der Systemgastronomie bestätigen das. Die Branche befindet sich auf Wachstumskurs. Gut 8795 Millionen Euro setzten allein die fünfzig größten Betreiber der Branche demnach im vergangenen Jahr um. 2014 waren es noch 230 Millionen Euro weniger. Für die 100 größten Betriebe rechnet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband wiederum gar ein Plus von 600 Millionen vor – bei einem Umsatz von rund 12.600 Millionen.

Doch auch die klassischen Fastfood-Ketten, denen Unternehmen wie Peter Pane mit ihren Edel-Varianten der Fast-Food-Klassiker etwas entgegensetzen wollen, wachsen weiter. Burger King hat zuletzt eine neue Filiale im nördlichsten Bundesland eröffnet. Ebenso Subway. „2016 ist eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte von Subway Deutschland, seit Januar haben wir bundesweit 25 neue Restaurants eröffnet und 35 Franchiselizenzen vergeben“, sagt dort der regionale Gebietsbetreuer Daniel Faidt. Das Umsatzwachstum in Hamburg und Schleswig-Holstein lag ihm zufolge zuletzt bei fünf Prozent. McDonald’s derweil bleibt mit 55 Filialen unangefochtener Platzhirsch.

„Hans im Glück“ treibt Rückkehr voran

Auch die einstige Weggefährtin von Patrick Junge, die Restaurant-Kette „Hans im Glück“, will Norddeutschland nicht dem Lübecker überlassen. „Die ‚Hans im Glück’-Franchise GmbH setzt die Expansion deutschlandweit, auch in Norddeutschland, weiter fort“, heißt es auf Anfrage in München. In Hamburg steht die Eröffnung einer neuen Filiale bevor. Nach dem Streit mit Junge ist es letztlich eine Rückkehr. So sieht es auch Johannes Bühler, Geschäftsführer von „Hans im Glück“: „Wir freuen uns sehr darauf, unsere Hamburger Gäste wieder willkommen zu heißen.“ Für zahlreiche weitere Standorte im Norden befindet sich das Unternehmen den Angaben zufolge in Verhandlungen. Sorgen bereitet Junge all das nicht. „Wenn man einen sauberen und guten Job macht, wird man am Markt bestehen“, sagt er.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 10:06 Uhr

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