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Panorama

03. Dezember 2016 | 05:39 Uhr

Zahlen von Landespolizei und LKA : Wohnungseinbrüche in SH gehen weiter zurück

vom

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der gemeldeten Einbrüche bis Ende Oktober rückläufig. Die Polizei ist auf die dunkle Jahreszeit vorbereitet.

Kiel | In Schleswig-Holstein sinkt die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter. Das Landeskriminalamt und das Landespolizeiamt teilten mit, dass die Zahl der gemeldeten Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr bis einschließlich Oktober zurückgegangen ist. „Wir sind deshalb vorsichtig optimistisch. Trotzdem wissen wir aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass die Tatbelastung in der dunklen Jahreszeit zum Teil deutlich ansteigt.“, sagte Kriminaldirektor Rainer Bretsch. Die Landespolizei werde daher ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität weiterhin auf hohem Niveau und organisationsübergreifend fortsetzen.

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche von Januar bis Oktober ist von 6.285 in 2015 auf 5.259 in 2016 gesunken. Die Einbruchszahlen im Monat Oktober sanken im Vergleich zum Vorjahr von 763 Taten um 244 Fälle auf 519 Taten. Das ist der niedrigste Oktoberwert in den letzten fünf Jahren. Gleichzeitig gab es einen Anstieg um rund 170 Taten von September auf Oktober. „Das Absinken der Tatbelastung infolge der Festnahme von Tätern ist für uns die wesentliche Messgröße. Ein Täter, der in Haft sitzt, begeht keine weiteren Einbrüche mehr. Dies gilt auch dann, wenn ihm nicht alle Taten gerichtsfest nachgewiesen werden konnten, die er begangen hat“, so Bretsch.

Einen neuen Weg beschreitet zurzeit die Polizeidirektion Ratzeburg. Der Bereich des „Hamburger Rands“ im Kreis Stormarn war im vergangenen Jahr der am höchsten tatbelastete Bereich im Land. Deswegen hat sich die Polizeidirektion Ratzeburg in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt und dem Landespolizeiamt entschieden, Wohnungseinbrüche geovisualisiert in einer Landkarte darzustellen. Mit dem Ziel, Bürger umfassend über laufende Tathäufungen und -serien zu informieren. So können sich Bürger, die auffällige Beobachtungen gemacht haben, auch nachträglich noch an die Polizei wenden. Durch die Karte sollen Bürger auch sensibilisiert werden, die Sicherheit ihrer eigenen vier Wände zu prüfen.

Informationen hierzu stellt die Landespolizei im Internet unter www.polizei.schleswig-holstein.de zur Verfügung. Die Polizei hofft, die Hemmschwelle senken zu können, sodass Bürger bei verdächtigen Beobachtungen sofort den Polizeiruf 110 wählen.

Die Darstellung für den Bereich des östlichen „Hamburger Rands“ ist zurzeit noch ein Pilotprojekt. „Die Landespolizei möchte herausfinden, ob die Informationsansprüche der Bürger damit gedeckt werden können und ob zugleich tatsächlich eine Sensibilisierung der Bevölkerung erfolgt“, sagte Torge Stelck, Pressesprecher im Landespolizeiamt. Wer sich ein Bild von der Darstellung machen möchte, kann die Karte hier abrufen.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 13:26 Uhr

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