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Panorama

09. Dezember 2016 | 03:11 Uhr

SH im Glücksatlas : Wir Schleswig-Holsteiner werden immer glücklicher

vom

Die Wohn- und Freizeitsituation in SH scheint besonders glücklich zu machen. Hamburg fällt im Ranking zurück.

Berlin/Kiel | Die Schleswig-Holsteiner haben ihren Spitzenplatz als glücklichste Deutsche mit großem Abstand verteidigt und sogar ausgebaut. Nirgendwo anders zwischen Sylt und Bodensee sind die Menschen so zufrieden wie im nördlichsten Bundesland. Dies geht aus dem Glücksatlas 2016 hervor, den die Deutsche Post am Dienstag in Berlin vorstellte. Schleswig-Holstein erreichte demnach bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit den Spitzenwert von 7,41 Punkten (2015: 7,36), bei einem Durchschnitt in Deutschland von 7,11 auf der Skala von 0 bis 10 Punkten.

Schleswig-Holstein übernimmt nicht in vielen bundesweiten Vergleichen die Spitzenposition ein. Wirtschaftskraft, Einwohnerzahlen oder die Anzahl der Fußball-Bundesligisten sind anderswo höher. Der Zufriedenheit schadet das offenbar trotzdem nicht.

Nach Schleswig-Holstein, das zum vierten Mal nacheinander vorn liegt, folgen unter den 19 ausgewerteten Regionen Franken und Niedersachsen/Nordsee. Nachbarland Hamburg rutschte hingegen von Platz 4 auf 6 ab und wurde unter anderem von Franken überholt. Insgesamt werden in Hamburg noch immer überdurchschnittliche Werte erreicht, jedoch zeigt der Lebenszufriedensheitsindex für den Spitzenreiter von 2011 nur noch 7,20 Punkte an.

Besonders zufrieden sind die Schleswig-Holsteiner mit ihrer Wohn- und Freizeitsituation (7,8), mit ihrer Arbeit (7,0) und mit dem Haushaltseinkommen (6,9). Der letzte Punkt liegt über dem deutschen Mittelwert, obwohl das verfügbare Einkommen im Norden mit 21.548 Euro nur minimal den deutschen Durchschnitt übertrifft.

Ein Grund für eine überdurchschnittliche Bewertung beim Punkt „Zufriedenheit mit der Gesundheit“ (6,6) besteht der Studie zufolge darin, dass es im Norden relativ gesehen weniger Pflegebedürftige gibt, obwohl der Anteil der über 65-Jährigen über dem Bundesschnitt liegt. Weiter gestiegen ist die Attraktivität Schleswig-Holsteins für Menschen aus anderen Ländern: Die Gäste-Übernachtungen je Einwohner nahmen von 8,8 auf 9,6 zu.

Die Lebenszufriedenheit der Westdeutschen hat sich im letzten Jahr verbessert und die der Ostdeutschen ein bisschen verschlechtert. Mecklenburg-Vorpommern ist mit 6,77 Punkten erneut Rankingletzter. Doch die allgemeine Lebenszufriedenheit in ganz Deutschland ist gestiegen - und zwar trotz Terrorgefahr und Flüchtlingsstrom. Mit 7,11 liegt der Wert höher als 2015 (7,02) und erreicht einen Spitzenplatz seit dem Start der repräsentativen jährlichen Untersuchung für das Jahr 2010.

Die Daten für den Glücksatlas 2016 stammen aus dem sogenannten „Sozio-oekonomischen Panel“ und einer als repräsentativ eingestuften Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, das im Frühsommer 5888 Menschen ab 16 Jahren befragt hatte.

Dieses Ranking zeigt die Platzierungen der einzelnen Bundesländer (in Punkten auf einer Skala von 0 = „ganz und gar unzufrieden“ und 10 = „ganz und gar zufrieden“):


 
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erstellt am 18.Okt.2016 | 11:07 Uhr

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