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Panorama

27. Februar 2017 | 14:47 Uhr

Projekt "iPad.Klasse on Tour" : Warum iPads im Unterricht neue Chancen bieten

vom

Sie sind mittlerweile ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Trotzdem können Schüler noch viel lernen im Umgang mit Tablet-PC.

Flensburg/Kiel/Hamburg | Mit einem Finger wischen die Schüler über den Bildschirm ihrer Computer - auf dem Schultisch liegen neben Stift und Hefter neuerdings auch iPads. Es ist ein Bild, das sich an Schulen immer häufiger beobachten lässt. Schritt für Schritt erhalten die flachen Allzweckrechner Einzug in die Klassenzimmer.

Den Wunsch der Lehrerschaft, neue Medien im Unterricht einzusetzen, wird aus den Bewerbungsschreiben für das Projekt iPad.Klasse on Tour deutlich. So schreibt etwa eine Lehrkraft aus Eckernförde, dass die Geräte und die Vermittlung von Medienkompetenzen frischen Wind in die Schulstunden bringen würden. Hinzu komme ein Inspirationsfaktor für die Schüler, schreibt ein Lehrer aus Ostholstein in seiner E-Mail.Von der Teilnahme am Workshop im Rahmen der iPad.Klasse on Tour versprechen sich Lehrkräfte auch Anregungen zur Verbesserung der Medienkompetenzen. Da die meisten Schüler regelmäßig im Netz surften, müssten sie auch lernen, wie man sich richtig und sicher im Internet bewegt. Vor allem in ländlicheren Bereichen treffen immer mehr Lehrkräfte diese Aussage.

Recht und Sicherheit: der richtige Umgang mit dem Tablet

Im Workshop werde auch das Thema geistiges Eigentum angesprochen. Aufklärung tut Not, denn in Schulreferaten komme es immer häufiger zu Urheberrechtsverletzungen. Erste praktische Beispiele für den erfolgreichen Einsatz der iPads an Schulen in Schleswig-Holstein gibt es bereits. Haben es die Tablet-PCs erst einmal in den Unterricht geschafft, so zeigt sich schnell, dass die kleinen Flachcomputer den Unterricht bereichern können. "Als die Schüler mit den iPads arbeiteten entwickelten sie von sich aus Eigeninitiative, erhöhten das Arbeitstempo und erledigten freiwillig Zusatzaufgaben", sagt Nicole Haferlandt, Lehrerin am Gymnasium Kronshagen. Mit dem Tablet-PC würden Schüler ihre Resultate präsentieren, worüber sie anschließend ausgiebig diskutieren würden.

Ein weiteres Beispiel kommt aus Flensburg. In der iPad.Klasse der dortigen Ostseeschule, die vom sh:z das medienhaus und dem Flensburger Apple-Distributor Comline unterstützt wird, werden die Geräte in allen Fächern eingesetzt. Besonders im Erdkunde-, Deutsch und Fremdsprachenunterricht seien die iPads sehr effektiv. Voraussetzung für den Einsatz von neuen Technologien in Schulen sind technische Installationen in der Schule, wie die Einrichtung eines drahtlosen Internetzugangs. Eine Cloud zur schulinternen Datenspeicherung sowie eine iPad-Schulung für Lehrkräfte sollten auch zur Planung gehören. Die Wartung der Geräte muss jedoch nicht am Kollegium hängenbleiben. An der Ostseeschule hat sich zum Beispiel nach einigen Wochen eine Schul-AG gegründet, die sich um die digitale Reinigung der Tablets kümmert. "Die Nachfrage für diese iPad-Arbeitsgruppe war riesengroß", erzählt AG-Leiter Ole Hillenbrand. Momentan kümmern sich dort acht Schüler um die Schul-iPads.

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erstellt am 11.Apr.2013 | 10:50 Uhr

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