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Panorama

11. Dezember 2016 | 11:10 Uhr

Sylt und Dithmarschen : Tornado-Gefahr steigt: Neue Funnel in SH und Hamburg

vom

Windhosen wurden in Hamburg, Dithmarschen und auf Sylt gesichtet - Videos und Bilder vom Naturphänomen.

Die Windhosen-Saison in Schleswig-Holstein und Hamburg geht weiter: Vergangene Woche wirbelten Tornados in der Nähe von Schleswig, in Nordfriesland und in Hamburg - am Dienstag wurden neue Funnel gesichtet, diesmal in Dithmarschen, Hamburg und auf Sylt. Der Unterschied: Ein Funnel ist eine Trichterwolke, aber noch nicht zwingend ein Tornado. Erst wenn der Wirbel den Boden berührt, spricht man von einem Tornado. Dabei muss dieser nicht durchgehend sichtbar sein.

Die Tornados hatten in der vergangenen Woche die Menschen in Norddeutschland stark beschäftigt - und auch verunsichert. Ein Paar wurde mit seinem Tornado-Video aus Jübek berühmt in den sozialen Netzwerken. Auch, weil er noch näher ran wollte - sie war ängstlicher.

Am vergangenen Mittwoch hatte Diplom-Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst noch dem sh:z gesagt: „Die Tornadogefahr ist für Schleswig-Holstein erst einmal vorbei.“ Bilder, die auf Facebook veröffentlicht wurden, beweisen das Gegenteil:

In Dithmarschen bildete sich in der Nähe von Neufelderkoog und Kaiser-Wilhelm-Koog am Nachmittag ein Funnel.

In Hamburg hatte ein Tornado vor genau einer Woche eine Schneise der Verwüstung durch die Stadt geschlagen. Jetzt gibt es neue Bilder.

Und auch auf der Nordsee-Insel Sylt wurde eine Windhose gesichtet. Sylt TV veröffentlichte diese Fotos auf seiner Facebook-Seite:

Wie ein Tornardo entsteht, hat der Wissenschaftler Thomas Sävert shz.de im Interview erklärt: „Die Entstehung dieses Phänomens noch nicht vollständig geklärt. Wir kennen heute einige Grundzutaten: Es braucht eine Schauer- oder Gewitterwolke, außerdem ist ein starker Aufwind nötig – und der entsteht bei hohenTemperaturunterschieden zwischen dem Boden und den hohen Luftschichten. Die wärmere Luft ist leichter, will also nach oben. Somit hat man bereits eine Aufwärtsbewegung. Für einen Tornado muss die Luft zudem feucht sein. Wenn der Wind in der Höhe in eine andere Richtung und eventuell noch mit einer höheren Geschwindigkeit weht als unten, kann dann eine Windhose entstehen.“

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erstellt am 14.Jun.2016 | 17:41 Uhr

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