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Panorama

08. Dezember 2016 | 15:31 Uhr

Naturschauspiel in SH : Tipps & Tricks: Wie Sie den Supermond 2016 am besten fotografieren

vom
Aus der Onlineredaktion

Am Montag leuchtet der Supermond wie zuletzt vor 68 Jahren - doch das Wetter versperrt Himmelsguckern wohl die Sicht.

Vom späten Montagnachmittag an steht uns ein ungewöhnliches Naturschauspiel bevor: Der Mond kommt der Erde so nah wie letztmals 1948 – also vor 68 Jahren. Dadurch wirkt er besonders groß. Die echte Vollmondphase beginnt exakt um 14.52 Uhr, aufgehen wird er gegen 17.06 Uhr.

Etwa fünf Stunden zuvor kommt der Trabant mit nur 356.509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar im All der Erde mit 356.907 Kilometer ähnlich nahe kommen. Noch näher war er am 4. Januar 1912, als er bis auf 356.375 Kilometer an die Erde herankam.

Bereits am Sonntag hatten Abendspaziergänger freie Sicht auf den Super-Vollmond. Vor allem in Schleswig-Holstein stand der Erdtrabant groß und mächtig am schwarzen Himmel. Viele Leser haben daher die Gelegenheit genutzt, ihre spektakulären Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zu teilen.

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Diese Aufnahme ist einer Facebook-Nutzerin am Sonntagabend in Flensburg gelungen.

Foto: Perspicatia Tick/Facebook

Wolken behindern wohl Blick auf Phänomen

Auch am Montag strahlt der Riesen-Vollmond am Nachthimmel. Dann dürfte aber das wieder schlechter werdende Wetter bei manchen für eine Enttäuschung sorgen. In den meisten Regionen Schleswig-Holsteins ist der Himmel nach Angaben der Wetterwelt Kiel wolkenverhangen. „Dichte Wolkenfelder ziehen von Westen her über das ganze Land und verdecken die Sicht auf den Supermond“, sagte Meteorologin Alina Voß.

Während es an der Westküste bereits bedeckt ist, sei die Wahrscheinlichkeit, einen Blick auf das Spektakel zu erhaschen, in Ostholstein und dem Lauenburgischen noch am größten. „Je nachdem wie zügig die Wolken weiterziehen“, so Voß. Große Zuversicht zeigt die Expertin dabei aber nicht.

Wie fotografiere ich den Supermond richtig?

Doch gerade für Hobbyfotografen bietet sich am frühen Montagabend eine besondere Möglichkeit, den Supervollmond mit einem passenden Vordergrundmotiv abzulichten. Sollte die Wetterlage also eine unverhofft klare Sicht bieten, hält shz.de drei wichtige Tipps für Sie bereit, um den riesigen Mond fotografisch festzuhalten.

1. Die perfekte Perspektive

Sehr stimmungsvolle Bilder ergeben sich durch Kombination mit einem interessanten Vordergrund. Dazu muss der Mond nahe am Horizont stehen, um nicht zu weit von den Vordergrundobjekten entfernt zu sein. Gleichzeitig erhellt das verbleibende Dämmerungslicht die umgebende Szenerie. Zwischen 17 und 18 Uhr dürfte der Supermond gut am östlichen Horizont erkennbar sein – der perfekte Moment für ein möglichst gigantisches Abbild.

Wollen Sie sich allerdings eher auf die Details des Erdtrabanten konzentrieren, empfehlen wir störendes Umgebungslicht zu meiden – gegebenenfalls hilft hier auch eine Gegenlichtblende.

2. Eine große Brennweite

Wer versucht, den Mond mit einer normalen Kamera zu fotografieren, erkennt sehr schnell: Der Trabant ist am Himmel viel kleiner als gedacht. Um Krater und Details daher gut einfangen zu können, muss eine große Brennweite her. Bereits kleine Teleobjektive (55-200 mm) können schon beeindruckende Fotos vom aufgehenden Mond ins rechte Licht rücken. Wer jedoch den Mond und nichts als den Mond fotografieren will, braucht ein stärkeres Teleobjektiv (200-400 mm).

Auch ein Stativ ist wegen der Verwacklungsgefahr auf jeden Fall sinnvoll, denn auch die größten Krater sind verschwommen nur noch halb so schön anzuschauen.

3.  Manuelle Schärfe statt Autofokus

Der Autofokus vieler Kameras dürfte sich mit dem Mondmotiv schwer tun. Die automatische Scharfstellung sucht nach Kontrasten im Motiv, um den idealen Schärfepunkt zu fixieren. Der schwarze Himmel gibt der Kamera aber keinen verwertbaren Anhaltspunkt, daher gilt: Den Mond zunächst mittels Autofokus ins Zentrum rücken und die Einstellungen dann manuell anpassen, bis die gewünschte Schärfe erreicht ist. Dazu kann bei Objektiven mit Entfernungsskala die Einstellung „Unendlich“ gewählt werden.

Trotz der trüben Aussichten ist shz.de auf der Suche nach den schönsten Supermond-Fotos. Schicken Sie uns Ihre Aufnahmen an onlineredaktion@shz.de und lassen Sie andere Leser an diesem seltenen Naturschauspiel teilhaben.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 13:00 Uhr

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