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Panorama

04. Dezember 2016 | 00:54 Uhr

Hells Angels : Schießerei in Kaltenkirchen - Rocker muss ins Gefängnis

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Schüsse fielen auf dem Parkplatz der Kaltenkirchener Therme. Doch der Mann hat gute Chancen, nur wenige Monate absitzen zu müssen.

Kiel/Kaltenkirchen | Die Verurteilung eines 43-jährigen Rockers der „Hells Angels“ wegen der Schüsse auf dem Parkplatz der Kaltenkirchener Therme ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision des Angeklagten gegen sein Urteil als unbegründet, teilte das Kieler Landgericht am Donnerstag mit. Damit müsste der Rocker eine Gefängnisstrafe antreten. Ob die Justiz den Mann aber kriegt, ist offen.

Es ist einer der letzten großen Rocker-Prozesse von Schleswig-Holstein. Inzwischen sind die Kieler „Hells Angels" verboten.

Der 43-Jährige blieb schon der Urteilsverkündung im Januar fern und weilte stattdessen in Thailand. Das Landgericht hatte den Mann im Januar zu viereinhalb Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt - als Drahtzieher und Auftraggeber des Hinterhalts vor sieben Jahren. Dabei wurde sein Intimfeind aus dem Umfeld der verfeindeten „Bandidos“ schwer verletzt. Für die Tat setzte er seine damalige Lebensgefährtin und spätere Ehefrau als Lockvogel ein. Sie wurde deswegen rechtskräftig zu einer Jugendstrafe verurteilt. Das Opfer ist seit der Tat schwerbehindert und kann nach eigenen Angaben nur noch 500 Meter am Stück gehen.

Der „Hells Angel“ hat gute Aussichten, wenn überhaupt nur wenige Monate wirklich absitzen zu müssen. Sechs Monate gelten wegen der langen Verfahrensdauer als bereits verbüßt. Zudem saß er 22 Monate einer früheren Strafe ab, die ins Urteil einbezogen wurde.  Hintergrund der Gewalttaten sind Macht- und Gebietsansprüche der Rocker-Gruppierungen in Kiel und Neumünster. Beide sind inzwischen verboten. Die Polizei observiert die Szene. 

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erstellt am 28.Jul.2016 | 13:59 Uhr

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