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Panorama

09. Dezember 2016 | 20:25 Uhr

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste : Rettungskräfte proben Tornado-Einsatz im Hansa Park

vom

Mehr als 400 Einsatzkräfte und 200 Statisten üben den Ernstfall: Den Großeinsatz nach einem Tornado im Hansa Park.

Sierksdorf | Im Hansa Park in Sierksdorf im Kreis Ostholstein haben am Sonnabend knapp 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten sowie 200 Statisten für den Katastrophenfall geübt. Das Szenario der Einsatzübung „Tornado 2016“ ging von einer Windhose, Stromausfällen, umgestürzten Bäumen und mehreren Bränden in dem Freizeitpark aus:

Mit dem Herbst beginnt auch wieder die Sturmsaison. Spätestens nach den Orkanen Christian und Xaver im Jahr 2013 ist klar: Der Norden muss sich auch auf Unglücke vorbereitet sein.

Eine Notärztin nimmt bei der Übung die Verletzungen auf.

Eine Notärztin nimmt bei der Übung die Verletzungen auf.

Foto: dpa

Den Einsatzkräften bot sich ein zerstörerisches Bild. Ein Tornado hatte mit voller Wucht das Areal des Hansa Parks getroffen und insgesamt an neun Stellen im Park diverse Einsatzstellen erzeugt. Es galt verletzte Personen zu retten und aus ihrer teilweisen misslichen Lage zu befreien. Unter mussten die Retten Personen aus dem Turm der Achterbahn Kärnan und Fluch von Novgorod befreien, die durch den Stromausfall in der senkrechten Position stehen geblieben waren.

Die „Verletzten“ im Fahrgeschäft.

Die „Verletzten“ im Fahrgeschäft.

Foto: Arne Jappe
 

Diese Großlage und die reibungslose Zusammenarbeit der Rettungskräfte muss gut geplant werden. Denn am Ende soll eine solch schlimme Situation mit so wenig Verletzten wie möglich ablaufen – und zeitgleich dürfen sich auch die Retter nicht in Gefahr begeben.

Die Einsatzleitung der Übung „Tornado 2016“ arbeitet vor dem Lageplan die Unfallsereignisse ab.

Die Einsatzleitung der Übung „Tornado 2016“ arbeitet vor dem Lageplan die Unfallsereignisse ab.

Foto: dpa

An der Großübung waren nach Angaben der Einsatzleitung 37 Feuerwehren, Rettungsdienste und Notärzte, das Technische Hilfswerk, Kriseninterventionskräfte und Notfallseelsorger sowie die Schön Klinik in Neustadt sowie Mitarbeiter des Hansa Parks beteiligt. Nach Angaben der Organisatoren war es die größte Einsatzübung Norddeutschlands der vergangenen Jahre.

Ein „Verletzter“ wird in den Behandlungsraum gebracht.

Ein „Verletzter“ wird in den Behandlungsraum gebracht.

Foto: dpa
 

Für die Retter ist eine solche Großübung eine gute Gelegenheit, eventuelle Reibungen aufzudecken und im tatsächlichen Notfall diese Fehler zu vermeiden. Damit können bei einer Katastrophe dann Leben gerettet werden. Die Kommunikation unter den verschiedenen Organisationen wie Feuerwehr, Rettungsdienst oder THW klappte sehr gut, sagte Matthias Tamm, Gemeindewehrführer Sierksdorf. . Durch die Unterstützung der Technischen Einsatzleitung des Kreises Ostholstein konnte man relativ schnell eine geordnete Struktur herstellen. Auch die Verbindung mit den Mitarbeitern des Freizeitparks verlief sehr gut. Die Einsatzleitung hatte zu jeder Zeit einen Ansprechpartner vor Ort, die dann weitere Informationen über das Gelände geben konnten.

Eine „gerettete“ Jugendliche mit einer Wärmeschutzfolie zugedeckt.

Eine „gerettete“ Jugendliche mit einer Wärmeschutzfolie zugedeckt.

Foto: dpa

Ein großer Sammelplatz wurde durch die schnellen Einsatzgruppen des Rettungsdiensts aufgebaut, um die Verletzten fachgerecht zu versorgen. Stärker verletzte Personen mussten dann per Rettungswagen in die Schön Klinik nach Neustadt gebracht werden.

Rettung aus der Höhe: Die Fahrgeschäfte des Freizeitparks bieten die Gelegenheit, schwierige Situationen zu üben.

Rettung aus der Höhe: Die Fahrgeschäfte des Freizeitparks bieten die Gelegenheit, schwierige Situationen zu üben.

Foto: Arne Jappe
 

Eine ganz besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte bot sich im Hochseilgarten. Durch umgestürzte Bäume wurden den Besuchern die Wege abschnitten und die Feuerwehr musste sie retten. „Eine Person sei in den See gestürzt und muss nun durch Kräfte von der DLRG gerettet werden, nicht alltägliche Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst“  so Pressesprecher Carstensen.

Ein Feuerwehrmann bereitet die Rettung eines Verunfallten aus einem Hochseilgarten vor.

Ein Feuerwehrmann bereitet die Rettung eines Verunfallten aus einem Hochseilgarten vor.

Foto: dpa

 

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erstellt am 05.Nov.2016 | 16:33 Uhr

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