zur Navigation springen

Panorama

10. Dezember 2016 | 02:08 Uhr

Sternschnuppen : Leoniden flammen im November am Himmel auf

vom

Sie scheinen vom Himmel zu fallen und erfüllen Wünsche: Sternschnuppen faszinieren den Menschen seit langem. In der Nacht von Montag auf Dienstag kann man sie in Schleswig-Holstein gehäuft am Himmel sehen.

Kiel | Von Mitte bis Ende November tauchen der alljährliche Sternschnuppenstrom der Leoniden auf. Ihr Maximum erreichen die Leoniden in der Nacht vom 17. auf 18. November in den Morgenstunden. In manchen Jahren boten die Leoniden einen wahren Schauer von Meteoren mit mehreren hundert Exemplaren pro Stunde. Diesmal dürfte die Fallrate geringer ausfallen. Sie wird auf zwanzig Sternschnuppen pro Stunde um die Zeit des Maximums geschätzt. Leider stört diesmal das helle Licht des Vollmondes die Beobachtung.

Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Löwe zu kommen. Sie flitzen in alle Richtungen. Um festzustellen, ob ein Meteor zu den Leoniden zählt oder ob es sich um eine sporadische Sternschnuppe handelt, verlängert man die Leuchtspur in Gedanken rückwärts. Endet sie im Gebiet des Sternbildes Löwe, so handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Vertreter der Leoniden.

Was sind die Leoniden?

Die Leoniden sind eine Staubwolke, die von dem Kometen 55P/Temple-Tuttle stammt. 33 Jahre braucht er für eine Umrundung der Sonne und hinterlässt auf seiner Umlaufbahn eine Staub- und Gaswolke. Die Erde durchkreuzt diese Wolke jährlich um den 17. November. In dieser Zeit treten vermehrt Sternschnuppen auf.

Dieses Jahr kann man die Leoniden in der Nacht vom 17. auf den 18. November sehen.

Woher stammt der Name?

Ihren Namen haben die Leoniden vom Sternbild Löwe, aus dem sie zu kommen scheinen. Optisch gesehen kommen alle Sternschnuppen aus einem Punkt – dem Radiant. Der gleiche Effekt tritt bei der Fahrt durch ein Schneegestöber auf. Die weißen Flocken scheinen optisch alle aus einem Ursprung zu kommen und ziehen links, rechts, oben und unten an vorbei.

Wie viele Sternschuppen kann man sehen?

Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. 1966 kam es zu einem Meteorschauer. 2014 wurden bis zu 40 Meteore pro Sekunde registriert. Das entspricht einem Aufkommen von 144.000 Sternschnuppen pro Stunde.

Warum schwankt die Anzahl der Sternschnuppen?

Der Komet 55P/Temple-Tuttle benötigt 33 Jahre, um einmal um die Sonne zu gelangen. Wenn er der Sonne nahe kommt, verliert er kleinste Teilchen, die als Staubwolke in der gleichen Bahn schweben. Alle 33 Jahre durchkreuzt die Erde das Zentrum dieser frischen Staubwolke. Das Ergebnis ist ein starkes Aufkommen von Sternschnuppen.

Die Staubwolke ist der Schwerkraft der Sonne und der Planeten ausgesetzt und wird immer weiter auseinander getrieben. Aus diesem Grund nimmt das Aufkommen der Sternschnuppen rasch ab.

Der nächste große Meteorschauer durch die Leoniden soll laut Experten im Jahre 2032 zu erwarten sein.

Wie entstehen Sternschnuppen?

Sternschnuppen entstehen, wenn kleinste Teilchen in die Atmosphäre der Erde eintreten. Hierbei sieht man nicht das Staubteilchen, sondern die Luft drum herum, die durch die Reibungskraft erhitzt wird und dadurch leuchtet.

Wann kann man Sternschnuppen sehen?

Sternschnuppen können das ganze Jahr auftreten. Doch gibt es bestimmte Monate, an denen sie gehäuft vorkommen. In dieser Zeit durchkreuzt die Erde die Staubwolke eines Kometen.

Neben den Leoniden, aus dem Sternbild des Löwen, gibt es zum Beispiel noch die Perseiden aus Perseidon. Diese sind im August zu sehen. Der Januar hält die Quadrantiden aus dem Sternbild Bootes (zu Deutsch: Bärenhüter) bereit.

Wie Sie schöne Bilder des Sternschnuppensstroms bekommen, erklärt eine Expertin des Photoindustrie-Verbands in diesem Artikel.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Okt.2016 | 19:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen