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Panorama

03. Dezember 2016 | 03:23 Uhr

Zahl der Neuinfektionen konstant : HIV: 85 Menschen in SH haben sich 2015 infiziert

vom

Ungeschützter Sex und verunreinigte Nadeln sind die Hauptgründe für die Übertragung.

Kiel | Etwa 85 Menschen haben sich in Schleswig-Holstein nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr neu mit HIV angesteckt. Wie im bundesdeutschen Trend mit 3200 Neuinfektionen ist diese Zahl im Vergleich zu den Vorjahren konstant, wie das RKI am Montag in Berlin mitteilte. „Die Empfehlung, Kondome zu verwenden, bleibt Grundpfeiler der HIV-Prävention und hat nichts an Aktualität verloren“, hieß es. Ende 2015 lebten den Schätzungen zufolge rund 1500 Menschen mit HIV in Schleswig-Holstein, davon rund 330 ohne es zu wissen.

Die Schätzungen anhand von Modellrechnungen zu neuen Infektionen sind nicht zu verwechseln mit der Zahl der Neudiagnosen, bei denen HIV tatsächlich festgestellt wird. Das passiert in der Regel später, da HIV über viele Jahre keine auffälligen Beschwerden verursacht. Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für die Immunschwächekrankheit Aids.

Die Experten sehen HIV und Aids weiter als „Gesundheitsrisiko in Deutschland“. Am stärksten betroffen seien Männer, die Sex mit Männern haben - in dieser Gruppe steckten sich in Schleswig-Holstein geschätzt 55 Menschen neu an. Die übrigen Ansteckungen kämen zustande bei heterosexuellem Sex (20 Fälle) und durch verunreinigte Nadeln beim Drogenkonsum (5 Fälle).

 

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erstellt am 14.Nov.2016 | 15:37 Uhr

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