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Panorama

08. Dezember 2016 | 08:58 Uhr

NDR-Produktion „Kalte Wasser“ : Gorch-Fock-Drama wird verfilmt: Maria Dragus spielt Jenny Böken

vom

Stoff für ein Drama: Die Todesumstände der Kadettin sind weiter ungeklärt. Der NDR dreht einen Spielfilm.

Hamburg/Kiel | Der mysteriöse Tod der „Gorch Fock“-Kadettin Jenny Böken wird verfilmt. Grimme-Preisträger Raymond Ley werde einen Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel „Kalte Wasser“ über die Ereignisse an Bord des Segelschulschiffes vom 23. August bis zum 15. September inszenieren, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Sonntag mit.

Die Kadettin war 2008 während ihrer Nachtwache auf dem Segelschulschiff über Bord gegangen. Ihre Leiche wurde Tage später in der Nordsee entdeckt. Die Kieler Staatsanwaltschaft sprach von einem tragischen Unglück. Die Todesumstände sind aber bisher nicht geklärt.

Gemeinsam mit Hannah Ley schrieb er auch das Drehbuch. Der Film ist angelehnt an wahre Ereignisse und inspiriert von dem Sachbuch „Unser Kind ist tot“ der Journalistin Dona Kujacinski. Hauptdarstellerin ist die bereits mehrfach ausgezeichnete Maria Dragus („Das weiße Band“). An ihrer Seite spielen Lisa Hrdina, Harald Schrott und Miroslaw Baka.

Produzenten im Auftrag des NDR und der ARD Degeto sind Nico Hofmann und Marc Lepetit (UFA Fiction GmbH). Gedreht werde in Gdynia und Umgebung (Danziger Bucht, Polen), als Kulisse diene das Schiff „Dar Mlodziezy“. Ergänzend zum Fernsehfilm dreht Raymond Ley eine 30-minütige Dokumentation über den Fall Jenny Böken.

Von Mitte September an befasst sich auch das Oberverwaltungsgericht in Münster mit dem Fall. Mit dem Prozess erhoffen sich die Eltern Aussagen zur Klärung der Todesumstände. Erst im Anfang August war der Fall Böken Thema am Oberlandesgericht in Schleswig. Die Eltern der Toten glauben, ihre Tochter hätte in den Tagen vor ihrem Tod krankgeschrieben werden müssen. Doch das Gericht sieht das anders.

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erstellt am 21.Aug.2016 | 16:26 Uhr

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