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Panorama

05. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Prognose fürs lange Wochenende : Goldener Oktober: So wird das SH-Wetter in den nächsten Tagen

vom

Temperaturen bis 20 Grad und Nebel am Morgen: shz.de verrät, was Schleswig-Holsteiner und Touristen erwartet.

Kiel | In den letzten Tagen wurde es merklich Herbst in Schleswig-Holstein. Grund dafür war ein Sturmtief, welches vom Atlantik bis nach Deutschland gekommen ist und bis jetzt für ordentlich Wind und Regen sorgt. Und auch wenn wir jetzt gerade nicht daran glauben können: Dieses Jahr erwartet uns wohl ein warmer Winter.

Aber zunächst kündigt sich ein schönes Wochenende an: Denn auch in den nächsten Tagen könnte es noch sehr mild werden - zumindest im Süden Schleswig-Holsteins, wo die Temperaturen sogar bis auf 20 Grad steigen, sagt Diplom-Meteorologe Sebastian Wache von der Wetterwelt in Kiel. In Flensburg und an der dänischen Grenze würde es jedoch mit maximal 15 Grad kälter. Und auch die Wassertemperaturen werden weiter sinken, da es - klar - weniger Sonnenstunden im Herbst gibt.

Zum Wochenende hin schwächt auch der Wind wieder ab. Ein Hochdruckgebiet deute sich über Skandinavien an, welches sich bis in den Norden Deutschlands erstrecken könne, so Sebastian Wache. Dieses Hoch verbinde sich in den nächsten Tagen mit dem Azorenhoch, wodurch Norddeutschland unter einer starken Hochdruckbrücke liege. Eine Hochdruckbrücke ist ein großräumiges Gebiet hohen Luftdrucks, welches mit tropischer Warmluft gefüllt ist. Ab Montag setzen sich die milderen und sonnigeren Tage fort.

Das heißt: Die Chancen stehen sehr gut, dass nächste Woche der „goldene Oktober“ beginnt. „In den nächsten zwei bis drei Wochen erwarten wir kein Sturmtief mehr in Norddeutschland“, berichtet Sebastian Wache.

Dennoch könne es durch die immer weniger werdenden Sonnenstunden im Oktober zu Nebel in der Nacht und den Morgenstunden kommen. Wegen des schwachen Windes im Hochdruckgebiet könne sich dieser auch auf dem Land festsetzen.

Und wie geht es weiter? Können wir in diesem Jahr mit einem warmen Winter rechnen? Ja, das ist möglich, meint Sebastian Wache. Der September 2016 sei im Jahrestrend der letzten 30 Jahre schon vier Grad zu warm in Deutschland gewesen. Das könnte sich auch im Winter fortsetzen. „Der Winter wird wohl zu warm ausfallen in Europa“, sagt Wache. Es können aber auch noch keine Jahreszeiten-Prognosen gegeben werden. Ein knackiger Winter wie 2010/11 sei also trotz allem nicht auszuschließen. Es könne immer eine kalte Front hereinschneien.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 17:19 Uhr

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