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Panorama

06. Dezember 2016 | 11:18 Uhr

Bilanz 2016 : DLRG: Bislang keine Badetoten an den Stränden in SH

vom

Das schlechte Wetter hat auch etwas Gutes: An den Stränden sind weniger Menschen, die ertrinken könnten.

Eckernförde | Ohne tödliche Badeunfälle ist laut DLRG bisher die Sommersaison an Schleswig-Holsteins Nord- und Ostseestränden verlaufen. „Wir haben bisher Glück wie schon 2015, als an den von uns bewachten Stränden kein Mensch ums Leben kam“, sagte Thies Wolfhagen, Geschäftsführer des Landesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), in Eckernförde. Jedoch habe es schon mehrere Notfälle gegeben, in denen es um Leben und Tod ging - kürzlich als zwei sieben und neun Jahre alte Mädchen am Ostseestrand von Wisch/Heidkate (Kreis Plön) oder ein 18-Jähriger in Kellenhusen (Kreis Ostholstein) vor dem Ertrinken in der Ostsee gerettet wurden.

Das oft schlechte Wetter in diesem Sommer habe zu einem spürbaren Rückgang an kleineren Routineeinsätzen geführt, sagte Wolfhagen. „An den Stränden sind einfach weniger Menschen.“ Bei den Rettungseinsätzen zeichne sich aber das Niveau des Vorjahres ab, genaue Zahlen lägen noch nicht vor. Im vergangenen Jahr gab es 99 Rettungen vor Ertrinken, dabei bestand in 18 Fällen Lebensgefahr.

Die DLRG hat in der Saison von Mitte Mai bis Mitte September rund 2700 ehrenamtliche Rettungsschwimmer an den Nord- und Ostseeküsten im Einsatz. Täglich sind es etwa 450 Helfer an rund 50 Stränden - „das sind praktisch alle konzessionierten Strände im Norden“, sagte Wolfhagen. „Wenn bei schlechtem Wetter die Strände leer sind, machen unsere Helfer Fortbildungen wie zum Beispiel Bootskunde oder Sanitätsdienst.“

Der DLRG-Geschäftsführer warnte zugleich: „Die Saisonbilanz 2016 kann sich schnell ändern, wir haben vier bis fünf Wochen noch vor der Brust, und immer, wenn das Wetter besser wird, steigen auch die Einsatzzahlen.“ Er erinnerte an den schlimmen Hochsommer 2014 mit ablandigen Winden, hohen Wellen und gefährlichen Strömungen: „Damals hatten wir 16 Badetote in vier Wochen.

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erstellt am 20.Aug.2016 | 10:31 Uhr

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