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Schleswig-Holstein

09. Dezember 2016 | 22:23 Uhr

Beste Köche in SH und HH : Neuer „Gault&Millau“-Restaurantführer: Das sind die fünf Aufsteiger aus SH

vom

Neu im bekannten Restaurantführer sind Häuser aus Kiel, Wyk auf Föhr, Molfsee, Lübeck-Travemünde und Weissenhaus.

In der neuesten Ausgabe des Restaurantführers „Gault&Millau“ sind fünf Köche aus Schleswig-Holstein neu in die Oberliga der Kochkunst aufgestiegen. Sie erhielten 15 von 20 möglichen Punkten für ihre ambitionierte Küche und inspirierte Gerichte, teilte der Christian Verlag am Montag mit.

Der Restaurantführer urteilt nach dem französischen Schulnotensystem von 0 bis 20 Punkten. Er wurde 1969 von den beiden Journalisten Henri Gault und Christian Millau gegründet, 1983 erschien erstmals eine deutsche Ausgabe. Neben dem „Gault&Millau“ gibt es noch den „Guide Michelin“, der ebenfalls Restaurants und Köche kürt und dabei Sterne vergibt.

Die Aufsteiger sind demnach Mathias Apelt vom „Ahlmanns“ in Kiel, René Dittrich vom „Alt-Wyk“ in Wyk auf Föhr, Nico Mordhorst vom „Bärenkrug“ in Molfsee, Oliver Pfahler vom „Balthazar“ in Lübeck-Travemünde und Christopher Schlang vom „Bootshaus“ in Weissenhaus.

Insgesamt bewerteten die Tester 35 Restaurants im nördlichsten Bundesland, 30 Küchenchefs wurden mit einer oder mehreren Kochmützen ausgezeichnet. 

Die besten Köche Schleswig-Holsteins mit jeweils 18 Punkten sind demnach Dirk Luther („Meierei“ in Glücksburg), Holger Bodendorf („Bodendorf's“ in Tinnum auf Sylt) und Christian Scharrer („Courtier“ in Weissenhaus). Scharrer war bis 2014 Küchenchef im Restaurant „Buddenbrooks“ in Lübeck-Travemünde. Auch dort hatte er bereits 18 Punkte erhalten. 

Christoph Rüffer bleibt Nummer 1 in Hamburg

Er war Koch des Jahres 2015: Christoph Rüffer aus Hamburg.
Er war Koch des Jahres 2015: Christoph Rüffer aus Hamburg. Foto: Axel Heimken
 

Christoph Rüffer vom Restaurant „Haerlin“ im Hotel „Vier Jahreszeiten“ an der Binnenalster bleibt für den Restaurantführer auf dem ersten Platz der kulinarischen Hitparade in der Hansestadt. Er „imponiert auch durch das riesige Repertoire sicher eingesetzter Aromen“, hieß es in einer Mitteilung. Rüffer, in den vergangenen Jahren immer wieder an der Spitze und im Guide 2015 „Koch des Jahres“, erhalte abermals 19 von 20 möglichen Punkten und komme damit in den Rang der „weltbesten Restaurants“. Höher seien nur fünf Köche in Deutschland bewertet.

In Hamburg folgen mit jeweils 17 Punkten Kevin Fehling vom „The Table“ in der Hafencity, Karlheinz Hauser vom „Seven Seas“ auf dem Süllberg, Thomas Martin vom „Jacobs“ in Nienstedten und Wahabi Nouri vom „Piment“ in Eppendorf. 16 Punkte wie im Vorjahr erreichten Anna Sgroi in ihrem „Anna Sgroi“ in Pöseldorf, Ali Güngörmüs im „Le Canard nouveau“ und Heinz Otto Wehmann im „Landhaus Scherrer“ (beide an der Elbchaussee).

Zwei weitere Köche erlangten nach Ansicht der Gourmetkritiker „zum ersten Mal jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird“: Laurin Kux vom „Jellyfish“ im Schanzenviertel und Boris Kasprik vom „Petit Amour“ in Ottensen. Beide bekamen jeweils 15 Punkte.

Der „Gault&Millau“ 2017 beschreibt und bewertet insgesamt 29 Restaurants zwischen Alster und Elbe. 26 Küchenchefs zeichnet er mit einer oder mehreren Kochmützen aus, Markus Hampp vom neu eröffneten „Heldenplatz“ in der Hafencity etwa sicherte sich eine.

Alle Auszeichnungen des „Gault&Millau“ für 2017

- Koch des Jahres: Andreas Krolik, Restaurant „Lafleur“, Frankfurt

- Aufsteiger des Jahres: Thomas Schanz, „Restaurant Schanz“, Piesport an der Mosel

- Entdeckung des Jahres: Felix Schneider, „Sosein“, Heroldsberg bei Nürnberg

- Gastgeber des Jahres: André Macionga, Restaurant „Tim Raue“, Berlin

- Sommelier des Jahres: Marco Franzelin, Restaurant „Vendôme“, Bergisch Gladbach bei Köln

- Pâtissier des Jahres: Stefan Leitner, Restaurant „Bareiss“, Baiersbronn (Schwarzwald)

- Gastronom des Jahres: Stefan Hermann, Restaurant „Bean & Beluga“, Dresden

- Bester deutscher Koch im Ausland: Silvio Nickol, Hotel „Palais Coburg“, Wien

- Hotelier des Jahres: Frank Nagel, Restaurant „Weissenhaus Grand Village Resort & Spa“, Wangels an der Ostsee

Fünf Köche erreichten wie im Vorjahr mit 19,5 von 20 Punkten die höchste Wertung (der „Koch des Jahres“ wird nicht nur nach Punkten, sondern auch nach anderen Kriterien bestimmt):

- Christian Jürgens, „Überfahrt“, Rottach-Egern am Tegernsee

- Harald Wohlfahrt, „Schwarzwaldstube“, Baiersbronn

- Joachim Wissler, „Vendôme“, Bergisch Gladbach

- Klaus Erfort, „GästeHaus“, Saarbrücken

- Helmut Thieltges, „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich in der Südeifel

 
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erstellt am 14.Nov.2016 | 19:04 Uhr

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