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Schleswig-Holstein

25. September 2016 | 14:15 Uhr

A7 über den Nord-Ostsee-Kanal : Neue Rader Hochbrücke kann sechsspurig befahren werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Land will den Reiseverkehr entlasten. Verkehrsminister Dobrindt gibt grünes Licht für die Verbreiterung der neuen Rader Hochbrücke um einen Meter.

Rendsburg | Die neue Rader Hochbrücke auf der A 7 bei Rendsburg wird breiter als die alte. Dafür hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt jetzt grünes Licht gegeben. So sollen die beiden Richtungsfahrbahnen auf der neuen Brücke je 12,50 Meter breit werden statt bisher 11,50. Der zusätzliche Meter kommt den Standstreifen zugute, die 3,50 statt 2,50 messen werden. Dadurch schafft CSU-Politiker Dobrindt die baulichen Voraussetzungen dafür, dass die Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal in Spitzenzeiten durch eine Freigabe der Standstreifen sechsspurig befahren werden kann – etwa im Sommer zu den Hauptreisezeiten.

Die Rader Hochbrücke ist zu Hauptreisezeiten oft ein Nadelöhr. Jetzt sollen lange Staus vermieden werden. Durch die Verbreiterung der Fahrbahn, die flexibel sein soll.

Dobrindts Kieler Kollege Reinhard Meyer zeigte sich zufrieden: „Es ist gut, dass es künftig die Option gibt, in beide Richtungen eine dritte Spur zu eröffnen“, sagte er unserer Zeitung. Meyer begrüßte Dobrindts Entscheidung aber vor allem deshalb, weil sie den Verkehr während des Baus der neuen Brücke entlasten wird. Denn die neue Querung wird in zwei Etappen errichtet: Zuerst soll von 2023 bis 2026 neben der jetzigen Brücke eine der beiden neuen Richtungsfahrbahnen über den Kanal gezogen werden. Dann wird die bröckelnde alte Brücke abgerissen, die nur noch zehn Jahre hält. Bis am selben Platz die zweite neue Fahrbahn gebaut ist, muss der Verkehr vier Jahre lang in beiden Richtungen über die dann fertige erste Fahrbahn rollen – und da bringt ein zusätzlicher Meter den Autofahrern mehr Sicherheit und weniger Stress. „Wir haben dann so viel Platz wie jetzt auf den A-7-Baustellen zwischen Hamburg und Bordesholm“, sagte Meyer.

Zwar hatte der SPD-Politiker eigentlich sogar einen vollwertigen sechsspurigen Ausbau der neuen Brücke gefordert – doch kürzlich bereits eingeräumt, dass die zu niedrigen Verkehrszahlen diesen Plan zumindest nach Ansicht Dobrindts nicht rechtfertigen. Erst ab einer durchschnittlichen Belastung von mehr als 62.000 Fahrzeugen am Tag akzeptiert der Bund drei reguläre Spuren je Richtung. Auf der Rader Hochbrücke werden aber selbst im Jahr 2030 erst 54.000 Autos täglich erwartet. Heute sind es 43.000.

Und ein Selbstläufer wird auch die Ausnahme für Spitzenzeiten nicht: Die Freigabe des Standstreifens ist nur mit Erlaubnis des Bundes möglich und auch nur dann, wenn für das Autobahnstück in Zukunft ohnehin ein sechsspuriger Ausbau vorgesehen ist. Im neuen Bundesverkehrswegeplan, der Mittwoch vorgelegt wird, ist das für die A-7-Strecke Flensburg-Bordesholm aber nicht der Fall. Allerdings wird die neue Brücke auch erst 2030 fertig – und dann kommt ein neuer Verkehrswegeplan.

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erstellt am 11.Mär.2016 | 19:50 Uhr

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