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Blitzmarathon in SH : Nach Ostern wird geblitzt: Polizei jagt eine Woche lang Raser

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Aus der Onlineredaktion

Dieser Marathon dauert gleich mehrere Tage: Vom 17. bis 23. April setzt die Polizei im Land zusätzliche Kontrollen ein.

Kiel | In Schleswig-Holstein blitzt es bald wieder. In der Woche nach Ostern laufen Raser vermehrt Gefahr, in Radarfallen zu tappen. Vom 17. bis zum 23. April steht das Thema Geschwindigkeit europaweit oben auf der Prioritätenliste, auch Schleswig-Holstein beteiligt sich mit verstärkten Kontrollen an diesen Tagen daran, Geschwindigkeitsüberschreitungen den Garaus zu machen.

Zu hohe Geschwindigkeit ist laut Verkehrssicherheitsbericht der Landespolizei aus dem Jahr 2016 eine der größten Unfallursachen im Straßenverkehr. Beim Blitzmarathon im vergangenen Jahr wurden 5000 Raser in Schleswig-Holstein erwischt.

Man nehme das Thema sehr ernst, sagt Jürgen Börner, Sprecher des Landespolizeiamtes in Kiel, auch außerhalb solcher Aktionen. Nur weil man sich nicht gesondert am bundesweiten Blitzmarathon am 19. April beteilige, heiße das nicht, man lasse es hintenüber fallen: „Den Grund gibt es weiterhin.“ Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ berichtet, der Blitzmarathon in Schleswig-Holstein falle in diesem Jahr aus.

Die Abläufe seien bei der Teilnahme an einer mehrtägigen Aktion prinzipiell die gleichen, wie bei einem eintägigen Blitzmarathon, erklärt Börner. Aktionen wie diese würden im Voraus geplant. „Solche Einsätze sind bekannt, also wird darauf reagiert und entsprechend Personal eingeplant“, sagt Börner. Von Personalengpässen und daraus resultierend weniger Einsatzmöglichkeiten bei einer solchen Blitzaktion könne keine Rede sein.

Dass der Termin sowohl für den Blitzmarathon als auch die Tispol-Kontrollen in den Ferien liegt, mache eine solche Aktion nicht weniger effektiv, sagt Börner. Das ändere höchstens etwas an den Standorten der Blitzer. Statt verstärkt vor Schulen und Kindergärten sei man vor Krankenhäusern, Seniorenheimen, an Unfallhäufungsstellen und dort, wo häufig Geschwindigkeit überschritten werde, besonders präsent.

Die europaweiten Tispol-Kontrollen finden jedes Mal unter einem anderen Motto statt. Zuletzt ging es Mitte März um Kontrollen der Gurtpflicht, erläutert Börner. Auch daran habe man sich beteiligt. Den Blitzmarathon habe man nur einmal abgesagt: Das war im Jahr 2015, als die Polizei mit Einsätzen im Bereich des G7-Gipfels in Lübeck ausgelastet war.

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erstellt am 11.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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