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Flensburg, Kiel, Lübeck und Wedel : Mehrere Hundert bei Ostermärschen in Schleswig-Holstein

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Bundesweit waren in mehr als 70 Städten Aktionen geplant. Die Ostermarschierer protestieren unter anderem gegen deutsche Waffenexporte.

Kiel/Lübeck/Flensburg/Wedel | Mehrere hundert Menschen haben sich am Samstag in schleswig-holsteinischen Städten an den traditionellen Ostermärschen beteiligt. In Aufrufen zu den Veranstaltungen in Flensburg, Kiel, Lübeck und Wedel wurde unter anderem der Marschflugkörper-Angriff der USA auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt als völkerrechtswidrig kritisiert. Gleichzeitig protestierten die Ostermarschierer gegen deutsche Waffenexporte.

„Es ist ein Irrtum zu meinen: Bomben, Raketen, Drohnen aus der Luft könnten Krieg und Leid der Zivilbevölkerung beenden, ein Feind besiegt und der Frieden hergestellt werden“, hieß es etwa in einem vorab verbreiteten Redetext des Propstes des evangelischen Kirchenkreises Hamburg West/Südholstein, Thomas Drope, für eine Kundgebung in Wedel. Die meisten Teilnehmer wurden bei der Veranstaltung in Kiel gezählt. In der Landeshauptstadt versammelten sich nach Polizeiangaben 300 Menschen. In Lübeck, Wedel und Flensburg waren es demnach jeweils 150.

Bundesweit waren zu Ostern in mehr als 70 Städten Aktionen geplant. Auf dem Programm stehen bis Ostermontag Demonstrationen, Kundgebungen, Radtouren, Wanderungen, Mahnwachen, Friedensfeste und -gebete. Für den Ostermontag hat das Hamburger Forum zum Ostermarsch unter dem Motto „Den Kriegen zum Trotz: Frieden jetzt! Sofort!“ aufgerufen.

Die Wurzeln der Ostermarschbewegung liegen im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Begonnen hat die Tradition Ende der 1950er Jahre in Großbritannien. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1000 Menschen. 1968 und 1983 erlebten die Ostermärsche hierzulande ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. In den Jahren danach verlor die Bewegung an Zulauf.

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erstellt am 15.Apr.2017 | 16:44 Uhr

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