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Kultur

10. Dezember 2016 | 19:31 Uhr

Tod auf Gut Fresenhagen : Woran Rio Reiser wirklich starb

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Sänger verstarb vor 20 Jahren auf Gut Fresenhagen in Nordfriesland. Nun ist das Rätsel um die Todesursache gelöst.

Rio Reiser („König von Deutschland“, „Junimond“) starb am 20. August 1996 auf Gut Fresenhagen bei Stadum im Kreis Nordfriesland. Er wurde nur 46 Jahre alt. Als offizielle Todesursache wurde damals Kreislaufversagen oder Herzversagen genannt. Bekannt war, dass Reiser alkohol- und drogenabhängig war. Zwei Vertraute von Rio Reiser haben nun aus Anlass seines 20. Todestags die wahre Todesursache offenbart.

„Das war eine ziemlich klare Angelegenheit. Er war schwerer Alkoholiker und ist an einem Alkoholikersymptom gestorben, das heißt Ösophagusvarizen. Das ist eine Krampfader, die sich im Schlund bildet, wenn die Leber nicht funktioniert, und diese Krampfader ist geplatzt, und eigentlich ist er erstickt.“ Das sagte in einem Interview auf Deutschlandradio Kultur (hier nachzulesen) Hannes Eyber, Freund von Reiser und Co-Autor von dessen Autobiographie „König von Deutschland“.

Rio Reiser bei einem Konzert 1986.

Rio Reiser bei einem Konzert 1986.

Foto: Imago/teutopress

Die Todesursache bestätigt auch Jan Bajen, letzter Lebensgefährte von Rio Reiser. Laut „Hamburger Abendblatt“ sagte er auf einer Gedenkveranstatlung im Hamburger Knust, Reiser sei an einer geplatzten Krampfader in der Speiseröhre verblutet.

Ösophagusvarizen sind Krampfadern in der Speiseröhre, die durch eine Leberzirrhose entstehen. Dabei wird beim Blutfluss die Leber umgangen, wodurch sich Krampfadern im Darm, in der Bauchwand, im Magen und in der Speiseröhre bilden können. Laut Wikipedia ist eine so ausgelöste Blutung in der Speiseröhre auch bei Behandlung in 30 Prozent der Fälle tödlich.

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erstellt am 23.Aug.2016 | 10:37 Uhr

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