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Kultur

05. Dezember 2016 | 19:46 Uhr

Sammlung Elisabeth Bönsch : „Ouvertüre“: Schloss Gottorf zeigt Grafiken aus Impressionismus und Expressionismus

vom

„Es sind erste Häppchen“, sagte Kurator Thomas Gädeke. Nach und nach werden 2500 Werke aus der Sammlung gezeigt.

Schleswig | Unter dem Titel „Ouvertüre“ zeigt das Landesmuseum Schloss Gottorf von Sonntag an einen Querschnitt aus der Sammlung Bönsch. In der rund 100 Werke umfassenden Ausstellung gibt es deutschen und französischen Impressionismus gleichermaßen zu sehen wie Expressionismus, gefertigt von namhaften Künstlern wie Ernst Barlach, Max Slevogt und Max Liebermann. Auf die vor allem durch Grafiken geprägte Sammlung müsse man sich einlassen, sagte Museumsdirektorin Kirsten Baumann beim Rundgang durch die Schau.

In ihr hängen großformatige Drucke von Henri de Toulouse-Lautrec, ein Gemälde von Lovis Corinth, dessen Druck „Ouvertüre“ über das Leben Friedrichs des Großen der Ausstellung ihren Namen gab. „Es sind erste Häppchen“, sagte Kurator Thomas Gädeke. Für jährliche Sonderausstellungen halte die neue Sammlung auf Schloss Gottorf „noch zahlreiche Trümpfe“ bereit.

In der Ausstellung geht es vor allem um Grafiken: Kurator Thomas Gädeke vor dem Bild „Le Revue Blanche“ von Henri de Toulouse-Lautrec.
In der Ausstellung geht es vor allem um Grafiken: Kurator Thomas Gädeke vor dem Bild „Le Revue Blanche“ von Henri de Toulouse-Lautrec. Foto: dpa
 

„Ouvertüre“ kann Werk und Wirken der Künstler nur anreißen. Und beispielsweise vom spanischen Künstler Francisco de Goya (1746-1828) oder von den Berliner Malern Max Liebermann (1847-1935) und Max Pechstein (1881-1955) gehören noch zahlreiche weitere Grafikfolgen zur Sammlung Bönsch. Bei aller Vielfalt haben die meisten Werke der Schau jedoch eines gemein: Sie zeigen Menschen. Dynamisch und lebendig wie bei Corinth oder in stiller Pose wie Max Slevogts Geigerin (1911) - das prägende großformatige Gemälde der Ausstellung.

Museumsdirektorin Kirsten Baumann freute sich über die umfassende wie gut sortierte Sammlung: „Sie ist eine tolle Ergänzung zu unserer Sammlung Horn“, in der überwiegend Gemälde zu sehen sind. Dies gelte insbesondere für die expressionistischen Grafiken.

Mäzenin Elisabeth Bönsch hatte mehr als 2500 Kunstwerke, darunter rund 90 Gemälde, im Frühjahr dem Museum als Dauerleihgabe überlassen.

Bönsch und ihr vor vier Jahren gestorbener Mann Hans-Joachim hatten rund 50 Jahre lang Kunst gekauft. Der Wert der Sammlung des kinderlosen Ehepaars aus Wolfsburg wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 16:55 Uhr

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