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Kultur

25. September 2016 | 07:27 Uhr

Preisverleihung in Eckernförde : Green Screen 2016: Das sind die Sieger

vom

Faszinierende Bilder, knappe Entscheidungen: Die Jury des Naturfilm-Festivals hat entschieden.

Eckernförde | Berechtigte Hoffnungen auf die begehrten Preise beim größten Naturfilmfestival Europas durften sich viele der angereisten Naturfilmer gemacht haben. Die Vorjury hatte aus den 100 angenommenen Festivalfilmen pro Kategorie drei ausgewählt, die Anfang der Woche zwei Tage lang von der Preisjury unter der Leitung von Heinz von Matthey noch einmal genau unter die Lupe genommen worden sind – dann stand das Ergebnis fest. Gestern Abend wurden sie in der vollbesetzten Stadthalle verkündet, es gab wieder einmal große Emotionen.

Die Green Screen-Siegerfilme 2016

Bester Film

Zurück zum Urwald – Nationalpark Kalkalpen

Regie: Rita Schlamberger

Kamera: Jiri Petr, Michael Schlamberger

Beste Kamera

Wüstenkönige – Die Löwen der Namib

Buch und Regie: Will und Lianne Steenkamp (auch Kamera)

Beste Musik

Magie der Moore

Buch, Regie und Schnitt: Jan Haft

Musik: Jörg Magnus Pfeil, Siggi Mueller

Kamera: Jan Haft, Kay Ziesenhenne

Beste Postproduktion

Zurück zum Urwald – Nationalpark Kalkalpen

Regie: Rita Schlamberger, Schnitt: Andrew Naylor, Omer Sacic, Sounddesign: Martin Rohrmoser

Beste Story

Tiermythen – Im Auge des Löwen

Buch und Regie: Angela Graas-Castor

Kamera: Christoph Castor

Beste Unabhängige Produktion

Kangaroo Island – Life on the edge

Regie: Samuel Chen

Bester Meeresfilm

Die Eroberung der Weltmeere und die Macht der Wissenschaft

Buch und Regie: Max Mönch & Alexander Lahl

Kamera: Robert Cöllen

Bester Ökologie- und Wissenschaftsfilm

Acid Ocean

Buch und Regie: Sally Ingleton

Bestes Tierverhalten

Life Force – Borneo

Buch und Regie: Satoshi Okabe

Kamera: Daisuke Hongo

Green Report

Hotet på Havet – Shipping Pollution

Buch und Regie: Folke Rydén

Newcomer

Legacy Warnings!

Ein Film von Katja Becker, Jonathan Happ und Jean Jacques Schwenzfeier

sh:z Publikumspreis

Der Strauß – Zum Laufen geboren

Regie: Mike Birkhead, Martyn Colbeck

Wildes SH

naturnah – Kampf ums Gewächshaus

Buch und Regie: Tim Oliver Boehme

Heinz Sielmann Filmpreis

Wildes Deutschland – Der Chiemsee

Buch: Jan Haft (auch Regie), Gerwig Lawitzky

Kamera: Kay Ziesenhenne, Maximilian Kölbl, Fabian Fischer, Jan Haft und Andreas Hartl

Preis der Jugendjury

Himmelsvögel – Die Kraniche von Bhutan

Buch und Regie: Christian Herrmann und Udo A. Zimmermann

Kamera: Ulrich Schramm

Lobende Erwähnung der Jury

Het Noorderplantsoen

Buch, Regie, Kamera und Schnitt: Hilco Jansma

Bester Kurzfilm

Kalmare vor der Haustür

Philipp Hoy

Bester Kurzfilm für Kinder

Der Eimersee

Regie: Sven Bohde

Eekholt Nachwuchsfilmpreis

Klein und allein

Marlene Michaelis, Stella Groß, Lotta von Bargen und Lena Greiner

Jugendfilmpreis Wildes Schleswig-Holstein

Die Wildnis vor meiner Haustür

Thies Hinrichsen

CAMäleon Filmclip

Grünes Wunder

Karin Lorenz

Die Entscheidungen dürften in den meisten Fällen sehr knapp ausgefallen sein, denn die Qualität der Festivalfilme war außergewöhnlich hoch, wobei es diesmal deutlich mehr internationale als deutsche Produktionen in die Endauswahl geschafft haben. Für Jurychef Heinz von Matthey ist dies ein Indiz für die weltweit große Bedeutung des Green Screens für den Naturfilm.

Es waren fünf intensive Festivaltage und -nächte. Die meisten Filmemacher, Regisseure und Produzenten waren persönlich anwesend, weil Green Screen mittlerweile zu einer der bedeutendsten Plattformen für den Naturfilm geworden ist.

Die Macher des Besten Films:  Michael und Rita Schlamberger.
Die Macher des Besten Films: Michael und Rita Schlamberger. Foto: Gernot Kühl

In sechs Spielstätten können die Filmemacher hautnah erleben, wie ihre Bilder beim Publikum ankommen, und hinterher werden fleißig Fragen breantwortet. Es gibt ein extra Schulprogramm, viele ausverkaufte Vorstellungen sowie Sonderveranstaltungen und Seminare zu Themen wie Natur 2.0, Text, Kommentar und Sprecher oder Kamera. Eine Besonderheit ist die „Pitching-Session“, in der Filmemacher ihre aktuellen Projekte einem Experten-Gremium aus Redakteuren, Vertrieben und Produzenten vorstellen und auf Vertragsabschlüsse hoffen.

Neben der hohen fachlichen Bedeutung ist Green Screen aber in erster Linie ein Publikumsfestival, und zwar das größte in Europa. Im vergangenen Jahr kamen 16.000 Besucher in die Spielstätten, rechnet man Sonderveranstaltungen wie die sh:z-Filmtour in 14 Städten des Landes, die Schulkinowoche und andere hinzu, wächst die Besucherzahl auf 27.500. Aufgrund der starken Nachfrage könnte in diesem Jahr erneut ein Besucherrekord aufgestellt werden. Die Zahlen werden am Montag  bekannt gegeben.

Green Screen wird getragen von 120 ehrenamtlichen Helfern, die teilweise extra Urlaub nehmen, um dabei sein zu können. Verblüffend ist, dass dieses hochgehandelte Großereignis seit viereinhalb Jahren auch ohne Kino funktioniert. Dennoch setzt die Stadt alles daran, Green Screen neben der Stadthalle, dem Ratssaal, dem „Haus“, der Galerie 66, dem Ostsee Info-Center und einer Turnhalle möglichst bald auch eine professionelle Spielstätte bieten zu können.

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erstellt am 18.Sep.2016 | 08:46 Uhr

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