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Schleswig-Holstein

04. Dezember 2016 | 03:00 Uhr

Nahe Eidersperrwerk : Kreis Dithmarschen: Schwerer Unfall auf dem Eiderdamm - neun Verletzte

vom

Bei einem Frontalzusammenstoß wurden neun Menschen verletzt. Vier Hubschrauber waren im Einsatz.

Wesselburenerkoog | Die Unfallstelle bot ein Bild des Grauens – und selbst erfahrene Unfallretter hatten mit den Tränen zu kämpfen. Am Sonnabendnachmittag um 15 Uhr war es zu einem sehr schweren Frontalzusammenstoß auf dem Eiderdamm zwischen Nordfriesland und Dithmarschen gekommen.

Die Unfallstelle lag kurz hinter dem Eidersperrwerk auf Dithmarschen Gebiet. Rettungskräfte aus beiden Landkreisen eilten an die Unfallstelle. Insgesamt vier Rettungshubschrauber aus Niebüll (Christoph Europa 5),  Rendsburg (Christoph 42) , Eutin (Christoph 12) und Hamburg (Christoph Hansa) landeten auf den angrenzenden Feldern neben der Unglücksstelle – insgesamt neun Rettungswagen eilten aus sämtlichen umliegenden Rettungswachen der beiden Landkreise herbei.

Vor Ort kämpften neben den Rettungsärzten der Hubschrauber weitere Notärzte plus Rettungsteams aus dem zentralen Westküstenklinikum in Heide um das Leben der Schwerstverletzten. Feuerwehren aus mehreren Gemeinden rückten mit neun Einsatzfahrzeugen, zwei Rettungsscheren und mehr als 70 Feuerwehrleuten an.

Mehrere Verletzte waren eingeklemmt. Eine Beifahrerin konnte erst nach 52 Minuten aus dem völlig deformierten Fahrzeug, einem Fiat Punto, herausgeschnitten werden. Die Versorgung der Verletzten erfolgte zunächst vor Ort – in Rettungsfahrzeugen, auf der Straße und dem benachbarten Radweg. Die letzte Verletzte wurde nach mehr als zwei Stunden in eine Klinik verlegt.

Fünf der Verletzten sind lebensgefährlich verletzt worden – alle Verletzten wurden landesweit auf die Klinken verteilt – nach Heide, Kiel, Lübeck, Husum und weitere Kliniken.

Erst der eilig aus Barmstedt/Kreis Pinneberg herbeigeholte Dekra-Sachverständige konnte den genauen Ablauf ermitteln. Dieser ereignete sich wie folgt: Ein aus Richtung Eidersperrwerk ankommender Mercedes 240 Kombi befuhr den Eiderdamm in Richtung Heide. Aus bislang ungeklärten Gründen muss er auf die Gegenspur geraten sein. In voller fahrt prallte das mit fünf Personen besetzte Fahrzeug aus Gütersloh in Nordrhein-Westfalen frontal mit dem entgegenkommenden Fiat Punto zusammen.

Dessen Fahrerin hatte noch ein Ausweichmanöver versucht. Im Fiat saßen vier Personen. Ersthelfer stoppten sofort und alarmierten die Rettungskräfte: Durch die genauen Angaben konnten die beiden zentralen Rettungsleitstellen West (in Elmshorn) und Nord (in Harrislee) entsprechend reagieren und sofort Großalarm auslösen.

Mehrere Streifenwagen sperrten den Eiderdamm über etliche Stunden. Der Urlaubsverkehr von der A23 bei Heide nach St. Peter Ording und zurück wurde weiträumig umgeleitet.

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erstellt am 30.Jul.2016 | 19:15 Uhr

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