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Schleswig-Holstein

08. Dezember 2016 | 19:13 Uhr

Eutin : Kleinkind lag tot in seinem Bett - Staatsanwaltschaft ermittelt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Kind ist wohl erstickt. Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte streiten eine Tat ab.

Eutin | Ein zweieinhalbjähriges Kind ist in Eutin (Kreis Ostholstein) tot in seinem Bett gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft hegt nach einer Obduktion des Kindes den Verdacht eines möglichen Tötungsdeliktes. Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte streiten eine Tat jedoch energisch ab.

Wie der sh:z aus gut informierten Kreisen erfuhr, fand die Mutter (33) ihren Sohn am Morgen des 14. April leblos in seinem Schlafsack im Kinderbett. Sie habe sofort den Rettungsdienst alarmiert. Der Notarzt habe den Tod des Kindes festgestellt.

Allerdings nahm auch sofort die Kriminalpolizei in Eutin Ermittlungen auf. Die Beamten beantragten eine Obduktion des Kindes. Dabei sei festgestellt worden, dass das Kind in Folge einer Strangulation erstickt sei. Die Rechtsmedizin halte ein Unfallgeschehen zwar „für unwahrscheinlich“, kann es jedoch auch nicht ausschließen. Und weiter: Es bestehe der Verdacht, dass möglicherweise die Mutter oder ihr ebenfalls in der Wohnung lebender 37-jähriger Lebensgefährte das Kind getötet haben.

Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte streiten indes eine ihnen vorgeworfene Tat energisch ab. So sei zunächst durch die Staatsanwaltschaft kein Antrag auf Haftbefehl gestellt worden, weil eben ein Unfall nicht ausgeschlossen werden kann. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen unterdes weiter. Dr. Ralf Anders, Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck, sprach am Donnerstag von einem laufenden Ermittlungsverfahren, das jetzt sorgfältig abgearbeitet werde. Es gebe einen Anfangsverdacht gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten.

In zwei Fällen sollen sich in jüngerer Vergangenheit Nachbarn beim zuständigen Jugendamt beschwert haben: Die Mutter soll sich gegenüber ihrem eigenen Kind falsch verhalten haben. „Das Jugendamt ist in beiden Fällen den Beschwerden der Nachbarn nachgegangen und hat die Familie gründlich, entsprechend der fachlichen Vorgaben, überprüft“, sagte Anja Sierks-Pfaff, Sprecherin des Kreises Ostholstein, am Donnerstag. Dabei seien von den erfahrenen Mitarbeitern keine Gefährdungen festgestellt worden. 

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erstellt am 22.Apr.2016 | 07:05 Uhr

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