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Schleswig-Holstein

06. Dezember 2016 | 09:13 Uhr

Arbeitszeit von Lehrern : Klage abgewiesen: Lehrer müssen eine Stunde mehr unterrichten

vom
Aus der Onlineredaktion

Drei Lehrer hatten geklagt, weniger Stunden arbeiten zu wollen. Ihre Klage sei unzulässig und unbegründet, urteilte das Gericht.

Schleswig | Das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht hat die Klage dreier Lehrer auf weniger Unterricht abgewiesen. Sie hatten statt der inzwischen üblichen 25,5 Stunden weiterhin nur 24,5 Stunden pro Woche unterrichten wollen und wendeten sich gegen eine entsprechende Verordnung des Ministeriums, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Das Gericht entschied, die Klage sei unzulässig und unbegründet (Az 11 A 17/16).

Lehrer gelten wegen der - im Vergleich zu den üblichen 40 Stunden - wenigen Unterrichtsstunden und drei Monaten Ferien im Jahr für viele Nicht-Lehrer als besonders gesegnet mit Freizeit. Aus Sicht der Pädagogen selbst stellt sich dies völlig anders dar.

Die neue Arbeitszeit stehe im Einklang mit Verfassungsrecht und sei auf ordnungsgemäßem Wege entstanden, heißt es in der Urteilsbegründung der Richter. Trotz zusätzlicher Belastungen wie G8 sei die Landesregierung ihrer Fürsorgepflicht nachgekommen, indem sie die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte vertretbar geregelt habe.

Wenn ein Lehrer angesichts von Korrekturen und Unterrichtsvorbereitung im Einzelfall insgesamt mehr als die für Beamte üblichen 41 Stunden arbeite, sei dies nicht entscheidend. Als Maßstab müsse gelten, „welche qualitativen und quantitativen Anforderungen“ der Dienstherr „an die einzelnen Aufgabenfelder im öffentlichen Dienst stellt“, hieß es. Gegen das Urteil können die Lehrer vor dem Oberverwaltungsgericht vorgehen.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 20:33 Uhr

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