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Schleswig-Holstein

05. Dezember 2016 | 05:33 Uhr

H5N8-Virus 2016 : Karte zur Vogelgrippe in SH und MV: Welche Orte sind betroffen?

vom

In einer Karte haben wir zusammengestellt, wo infizierte Wildvögel gefunden und wo Zuchttiere getötet wurden.

Kiel | An zahlreichen Orten in Schleswig-Holstein werden seit rund einer Woche verendete Vögel gefunden, die mit dem Geflügelpest-Virus infiziert sind. Aber auch in Zuchtbetrieben haben sich jetzt die ersten Tiere mit H5N8 angesteckt: Zuletzt waren bis zum Montagmorgen 30.000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung in Grumby bei Schleswig gekeult worden. Das teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Kiel mit. In Schleswig-Holstein ist die Tierkrankheit bereits in sechs von elf Kreisen aufgetreten - bis auf die zwei Höfe ausschließlich bei Wildvögeln.

Wo in SH und Mecklenburg-Vorpommern die Geflügelpest schon aufgetreten ist, zeigt unsere Karte (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Der Bestand war mit dem aggressiven Geflügelpest-Virus H5N8 befallen. Der Zuchtbetrieb für Bruteier ist bundesweit die erste Massentierhaltung, die von der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie betroffen ist.

In Dänemark sind am Montag mehrere Hunderttausend Eier aus dem von der Vogelgrippe betroffenen Betrieb in Schleswig-Holstein vorsichtshalber vernichtet worden. 300.000 Eier aus dem Betrieb waren zuvor an eine Brüterei im dänischen Baekke in der Nähe von Kolding geliefert worden. Die Menge entspräche etwa 10.000 Paletten zu je 30 Eiern. „Sie sind nicht getestet worden“, sagte ein Sprecher der Lebensmittelbehörde der Deutschen Presse-Agentur. „Wir vernichten sie nur zur Sicherheit.“ Spätestens am Dienstag sollten alle Eier entsorgt sein.

Das Virus ist in Dänemark bislang nur bei einzelnen verendeten Wildenten nachgewiesen worden. Halter sind aufgerufen, ihr Geflügel nach Möglichkeit im Stall oder unter einem Dach zu halten. Der Erreger gilt als ungefährlich für Menschen, ist aber eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel.

Erstmals war das hochansteckende Virus H5N8 der aktuellen Epidemie in Deutschland am 8. November bei verendeten Wasservögeln an Seen im Kreis Plön nachgewiesen worden. Verendete Wildvögel wurden seither auch in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen gefunden.

Die Behörden reagierten mit einer massiven Ausweitung der Stallpflicht-Zonen vor allem in der Nähe von Seen und Flüssen. Damit soll eine Ansteckung über Kot oder verunreinigtes Wasser verhindert werden. Europaweit wurden aus mindestens sieben Ländern Geflügelpest-Nachweise bei Wildvögeln oder in Geflügelbeständen gemeldet.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 14:30 Uhr

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